Zum Inhalt springen
Menu

Anhaltswerte mit Fundstelle

Wie tief liegt was? — Deutschland

211 Angaben zu deutschen Regelwerken — DIN, DVGW, VDE und AGFW —, jede mit Fundstelle und mit der Angabe, woher sie stammt. Verbindlich bleibt die Auskunft des Netzbetreibers.

Wen muss ich fragen?

Womit man in Deutschland rechnen muss Daten zwischen 40 cm und 1,20 m; Strom zwischen 68 cm und 1,75 m; Gas zwischen 58 cm und 1 m; Wasser zwischen 76 cm und 1,40 m; Kanal zwischen 1,44 m und 1,86 m. Spannen aus 43 Regelangaben. 50 cm1 m1,50 m2 m2,50 mTiefe ab OberflächeDaten12 Angaben40 cm bis 1,20 mStrom11 Angaben68 cm bis 1,75 mGas11 Angaben58 cm bis 1 mWasser8 Angaben76 cm bis 1,40 mKanal1 Angabe1,44 m bis 1,86 m Womit man in Deutschland rechnen muss Ein Straßenquerschnitt. Von links nach rechts: Daten zwischen 40 cm und 1,20 m; Strom zwischen 68 cm und 1,75 m; Gas zwischen 58 cm und 1 m; Wasser zwischen 76 cm und 1,40 m; Kanal zwischen 1,44 m und 1,86 m. Die Bänder sind Spannen aus 43 Regelangaben, keine verbindlichen Maße. 50 cm1 m1,50 m2 m2,50 m40 cm1,20 mDaten12 Angaben68 cm1,75 mStrom11 Angaben58 cm1 mGas11 Angaben76 cm1,40 mWasser8 Angaben1,44 m1,86 mKanal1 Angabe

Womit man in Deutschland rechnen muss. Jede Sparte als Spanne — die Quellen nennen für denselben Fall unterschiedliche Werte, je nachdem ob Gehsteig, Fahrbahn oder Acker gemeint ist. Gerechnet aus 43 Regelangaben.

Der Haken: gemessen wird von unterschiedlichen Kanten. Die Stromnorm misst von der Künettensohle, die Gasregeln von der Überdeckung — also von der Oberfläche bis zum Rohrscheitel. Dazwischen liegen Bettung und Rohrdurchmesser, bei einem Kanalrohr schnell 40 Zentimeter. Wer zwei Bänder gegeneinander abliest, misst nicht überall dasselbe. Eingegangen ist, was ausdrücklich von Verlegetiefe, Überdeckung oder Regeltiefe handelt.

Verbindlich ist allein die Auskunft des Netzbetreibers. Diese Zahlen sagen, womit man rechnen muss — was tatsächlich liegt, sagt seine Auskunft.

Holen Sie vor jedem Spatenstich die Leitungsauskunft bei jedem betroffenen Netzbetreiber ein und legen Sie die Leitung von Hand frei.

Drei Dinge muss man wissen, bevor man eine dieser Zahlen verwendet:

  • Verbindlich wird eine Zahl erst durch den Netzbetreiber, die Konzession oder die Aufgrabungsrichtlinie der Kommune. Was hier steht, kommt aus technischen Regelwerken — DIN, DVGW, VDE, AGFW.
  • Jede Zahl gilt nur mit ihrem Bezugspunkt. Manche meinen die Überdeckung von der Oberfläche bis zum höchsten Punkt der Leitung, andere die Grabentiefe bis zur Sohle. Dazwischen liegen Bettung und Rohrdurchmesser. Der Bezugspunkt steht bei jeder Angabe so dabei, wie ihn die Quelle nennt.
  • Und die wichtigste Besonderheit: es wird absichtlich flacher verlegt. Seit dem Glasfaserausbau sind Mindertiefen in Trenching-Verfahren ausdrücklich vorgesehen — nach DIN 18220 liegen Telekommunikationskabel teils nur wenige Zentimeter unter der Oberfläche, mitten in der Fahrbahndecke. Wer mit einer Faustregel aus dem Kopf gräbt, rechnet dort mit einer Tiefe, die es nie gab.

Warum hier die Zahl steht und der Wortlaut im Regelwerk bleibt. Die deutschen Regelwerke sind kostenpflichtig und urheberrechtlich geschützt — das DVGW-Arbeitsblatt GW 118 etwa kostet rund 77 Euro. Eine Zahl ist eine Tatsache und darf genannt werden; der Satz, in dem sie steht, nicht. Auf dieser Seite steht deshalb die Zahl, worum es geht, und wo es steht. Wer den Wortlaut braucht, muss das Regelwerk kaufen.

Und woher jede Zahl kommt, steht in der Spalte „Herkunft“. Eine Angabe aus dem Regelwerk selbst ist etwas anderes als eine aus einer Herstellerbroschüre. Diese Seite entscheidet das nicht für Sie — sie sagt es Ihnen.

Woher die Zahlen stammen: von den 211 Angaben stammen 9 aus dem Normtext selbst, die übrigen aus Fachartikeln, Behörden- und Verbandsseiten, die die Norm zitieren. 176 der 211 Angaben nennen eine Zahl in Zentimetern; die übrigen beschreiben die Regel in Worten.

Nach Sparte

Sie suchen die Regeln für Österreich? Zur Seite für Österreich

Übergreifend

51 Angaben · 34 davon mit Maß · ATB-BeStra, BGI 759, DGUV Information 203-017, DIN 1998 und 13 weitere

Alle 51 Angaben mit Fundstelle
Belegte Tiefenangaben für Übergreifend in Deutschland
WasAngabeHerkunft Worum es gehtFundstelle
Mindestüberdeckung nach Bauverfahren bei grabenloser Bauweise 80-100 als Untergrenzen, sonst durchmesserabhängig Behörde Die Mindestüberdeckung hängt beim grabenlosen Bauen vom Verfahren ab: Bodenverdrängungshammer 10-facher Aussendurchmesser; Horizontalramme mit geschlossenem Rohr und Horizontal-Pressanlage mit Aufweitung jeweils 10-facher Aussendurchmesser, mindestens 1,0 m; Rohrberstverfahren 10-faches Aufweitungsmass; Rohrauswechselverfahren 10-faches Aufweitungsmass, mindestens 1,0 m; Horizontalramme oder -presse mit offenem Rohr 1,5-facher Aussendurchmesser, mindestens 1,0 m; Horizontal-Pressbohrgerät und Überbohrverfahren 1,5-facher Aussendurchmesser, mindestens 0,8 m.
Einschränkung

Diese Werte gelten spartenübergreifend für alle Leitungen, nicht nur für Telekommunikation. DWA-A 125 und DVGW GW 304 sind inhaltlich im Wesentlichen gleich.

ATB-BeStra, DWA-A 125 und DVGW GW 304, wiedergegeben in der Arbeitshilfe der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Stand 11.03.2022 Stimmt etwas nicht?
Lichter Mindestabstand zu Bauwerken 100 (Abstand) Behörde Zu Bauwerken ist unabhängig von Strassenart und Lage ein lichter Mindestabstand von 1,0 m einzuhalten. ATB-BeStra, Abschnitt 3.1.1 (7), wiedergegeben in der Arbeitshilfe der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Stand 11.03.2022 Stimmt etwas nicht?
Längs- und Kreuzungsverlegung an Bundes-, Landes- und Kreisstrassen, zweite Landesbehörde 50 / 120 / Oberbau + 10 Behörde Eine zweite Landesstrassenbehörde bestätigt dieselben Werte in eigenen Worten: Längs verlegte Leitungen auf freier Strecke am äusseren Rand des Strassengrundstücks mit mindestens 0,50 m Überdeckung; im Bereich der Kronenbreite grundsätzlich keine Längsverlegung, unvermeidbar dann am äusseren Bankettende mit mindestens 1,50 m Abstand vom äusseren Fahrbahnrand; innerhalb der Kronenbreite nur ausnahmsweise mit mindestens 1,20 m Überdeckung.
Wortlaut und Einschränkung

In Ortsdurchfahrten sind Leitungen vorrangig in Gehwegen zu verlegen, mit mindestens 50 cm bzw. mindestens 10 cm unterhalb des RStO-Aufbaus, wobei der größere Wert maßgeblich ist. Bei Kreuzungen in offener Bauweise gelten 1,20 m an Bundesstraßen und zweibahnigen Landesstraßen und 10 cm unterhalb des RStO-Aufbaus an einbahnigen Landes- und Kreisstrassen; bei grabenloser Bauweise mindestens der 10-fache Aussendurchmesser.

Wertvoll als unabhängige Bestätigung der niedersächsischen Arbeitshilfe aus einem anderen Bundesland. Der Leitfaden gilt für alle Leitungen, nicht nur Telekommunikation, und enthält keine Regelungen zu Trenching oder DIN 18220.

Leitfaden 'Aufgrabungen und Leitungsverlegung', Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz, Koblenz, Stand April 2023; beruft sich auf ATB-BeStra, DWA-A 125, DVGW GW 304 und RStO Stimmt etwas nicht?
Leitungszone und Verdichtungsgrenzen über dem Leitungsscheitel 30 Leitungszone; 10 verdichtungsfähiger Boden; 30 Maschinenverdichtung Behörde Die Zusätzlichen Technischen Vertragsbedingungen für Aufgrabungen in Verkehrsflächen definieren die Leitungszone als Bereich des Auflagers und der Einbettung in Grabenbreite bis 30 cm über dem Scheitel der Leitung.
Wortlaut und Einschränkung

Nach den Erdarbeiten-Vertragsbedingungen ist bei Kabelleitungstiefbauarbeiten bis 10 cm über dem Scheitel verdichtungsfähiger Boden lagenweise einzubauen. Maschinell verdichtet werden darf erst ab 30 cm über dem Scheitel. Schädigende Stoffe wie Schlacke oder steinige Böden dürfen zwischen Grabensohle und 30 cm über dem Scheitel nicht verwendet werden.

Diese Werte bestimmen indirekt die Grabentiefe: Über dem Kabel müssen 30 cm sauberer, handverdichteter Boden liegen, bevor Maschinen zum Einsatz kommen dürfen. Das ist der Grund, weshalb Netzbetreiber unabhängig voneinander auf dieselben 30 cm kommen.

ZTV A-StB 12 Abschnitt 1.2 sowie DIN 18300 (VOB/C, ATV Erdarbeiten) Abschnitte 3.10.8 und 3.10.9, wiedergegeben in der BMVI-Broschüre 'Verlegetechniken für den Breitbandausbau', Stand Januar 2018 Stimmt etwas nicht?
Kennzeichnung durch Trassenwarnband, Höhe über der Leitung 20-40 über der Leitung Verband Schutz- oder Warnelemente liegen etwa 20 bis 40 cm über der Leitung.
Wortlaut und Einschränkung

Genannt werden Trassenwarnbänder, Abdeckungen mit Ziegel- oder Betonformsteinen und Schutzrohre aus Stahl oder Kunststoff. Sie gelten als Hinweise auf das Vorhandensein einer Leitung.

Arbeitsschutzregelwerk der gesetzlichen Unfallversicherung, kein Bau-Regelwerk. Die Angabe beschreibt, was Bauende vorfinden, nicht was Verlegende einbauen müssen. Die DGUV-Information weist ausdrücklich darauf hin, dass Soll-Tiefe und Ist-Tiefe häufig nicht übereinstimmen und Leitungen manchmal nur wenige Zentimeter unter der Geländeoberfläche liegen.

DGUV Information 203-017 'Schutzmaßnahmen bei Erdarbeiten in der Nähe erdverlegter Kabel', Ausgabe Februar 2019 Stimmt etwas nicht?
Trassenband und Lage von Versorgungsleitungen im kommunalen Netz 60-180 Lage; 30 Trassenband; 10 Werkzeuggrenze Netzbetreiber Ein kommunaler Versorger gibt an, dass seine Versorgungsleitungen im Allgemeinen in Tiefen von 60 bis 180 cm liegen und in der Regel etwa 30 cm über den Leitungen ein Trassenband verlegt ist.
Wortlaut und Einschränkung

Bei Leitungen, die im Spülbohrverfahren verlegt wurden, ist kein Trassenband vorhanden. Spitze oder scharfe Werkzeuge dürfen höchstens bis 10 cm über den Leitungen in das Erdreich eindringen.

Wichtiger Praxishinweis für den Vergleich mit Österreich: Grabenlos verlegte Leitungen tragen kein Warnband. Die Kennzeichnung fällt genau dort weg, wo die Lage am schlechtesten bekannt ist.

Merkblatt zum Schutz unterirdischer Versorgungsleitungen, Stadtwerke Buchen, Stand 01.01.2025 Stimmt etwas nicht?
Farbzuordnung der Trassenbänder — Fachartikel Ein Lexikonartikel gibt die verbreitete Farbzuordnung wieder: Erdkabel und Gasleitungen werden mit rotem oder gelbem Band markiert, Trinkwasserleitungen mit blauem, Ab- und Regenwasserleitungen mit grünem Band.
Wortlaut und Einschränkung

Als Norm wird DIN EN 12613 genannt.

Schwächste Quelle in dieser Liste, deshalb ausdrücklich als solche gekennzeichnet. Die Farbzuordnung ist in Deutschland Konvention und Herstellerpraxis. Auffällig: Rot und Gelb werden beide sowohl für Strom als auch für Gas genannt - das ist keine eindeutige Zuordnung.

Kein Regelwerk - Lexikonartikel, dort auf DIN EN 12613 verwiesen Stimmt etwas nicht?
Norm für Warneinrichtungen aus Kunststoff — Regelwerk Die einschlägige Norm heißt 'Warneinrichtungen aus Kunststoff mit visüllen Eigenschaften für erdverlegte Kabel und Rohrleitungen' und liegt in der Ausgabe März 2021 vor.
Wortlaut und Einschränkung

Sie legt Werkstoff sowie mechanische und funktionale Anforderungen an Warneinrichtungen fest, die beim Ausheben von Gräben auf erdverlegte Kabel und Rohrleitungen hinweisen.

Normendatenbank. Die Norm regelt das Produkt, nicht seinen Einbau; Farbzuordnung und Verlegehöhen stammen aus den Versorgervorgaben. Die Ausgabe 2021-03 hat die Ausgabe 2009-09 ersetzt.

DIN EN 12613:2021-03 Stimmt etwas nicht?
Spartenordnung im öffentlichen Verkehrsraum — Regelwerk Die Planungsrichtlinie für die Unterbringung von Leitungen und Anlagen in öffentlichen Verkehrsflächen liegt in der Ausgabe Juli 2018 vor und regelt die Unterbringung von Ver- und Entsorgungsleitungen bei der Neuanlage öffentlicher Verkehrsflächen sowie die Festlegung von Leitungszonen.
Wortlaut und Einschränkung

Die Vorgängerausgabe von Mai 1978 wurde 2014 zurückgezogen.

Die Zonenbezeichnungen und alle Zahlenwerte liegen hinter der Bezahlschranke. Das FGSV-Merkblatt M Trenching verweist für die Legezonen ausdrücklich auf diese Norm - sie ist damit auch für den Glasfaserausbau maßgeblich.

DIN 1998:2018-07 Stimmt etwas nicht?
Überdeckungen je Leitungszone nach der zurückgezogenen Fassung der DIN 1998 60-160 Strom; 50-60 bzw. ab 140 TK; 100-180 Gas und Wasser; 120 Fernwärme Fachartikel Eine Fachbuchdarstellung gibt die Überdeckungen der alten Fassung wieder: E-Zone (Elektrizität) 0,6 bis 1,6 m, Niederspannung bis 1000 V 0,7 m in Straßen; P-Zone (Post, also Telekommunikation) 0,5 bis 0,6 m oder ab 1,4 m; G-Zone (Gas) 1,0 bis 1,8 m; W-Zone (Wasser) 1,0 bis 1,8 m; FW-Zone (Fernwärme) 1,2 m Überdeckung bei 2,0 m Zonenbreite.
Einschränkung

Ausdrücklicher Vorbehalt: Diese Werte stammen aus der 1978er-Fassung, die seit Juli 2014 zurückgezogen ist. Sie sind nicht mehr geltendes Regelwerk und hier nur aufgenommen, weil sie die einzigen frei zugänglichen Zahlen zur Zonenordnung sind und weil sie noch immer in Fachliteratur und kommunalen Vorgaben zirkulieren. Die geltenden Werte stehen in der kostenpflichtigen Fassung 2018-07. Die Tabelle mischt zudem deutsche und schweizerische Regelwerke (SIA 205) - die SIA-Werte gelten in der Schweiz.

DIN 1998:1978-05 - zurückgezogen, ersetzt durch DIN 1998:2018-07 Stimmt etwas nicht?
Verlegezonen E 60-160, G 60-100, W 100-180, P 50-60 oder ab 140, FW 120 Fachartikel Die Neufassung von 1978 teilte den Strassenquerschnitt in Zonen: Elektrizität als erste Zone von der Grundstücksgrenze mit 70 cm Regelbreite und 60 bis 160 cm Überdeckung, Gas als zweite Zone mit 70 cm und 60 bis 100 cm, Wasser als dritte Zone mit 70 cm und 100 bis 180 cm, Fernmeldeleitungen als vierte Zone mit 70 cm und 50 bis 60 cm oder mindestens 140 cm.
Wortlaut und Einschränkung

Fernwärme liegt ausserhalb der Fahrbahn mit 200 cm Regelbreite und 120 cm Überdeckung; Abwasser gehört in den Fahrbahnbereich ohne eigene Zonenmasse.

ACHTUNG: Diese Ausgabe ist zurückgezogen, die geltende ist DIN 1998:2018-07. Ich führe die Werte auf, weil sie in der Praxisliteratur weiterhin zitiert werden und die Zonenlogik erklären - nicht, weil sie heute gelten. Die Tabelle habe ich im Seitentext selbst gelesen, nicht nur in einer Zusammenfassung. Ergänzend nennt die Norm für die Fernmeldezone: bei Verlegung tiefer als 110 cm muss zur nächsten Lage ein Zwischenraum von mindestens 30 cm bleiben.

DIN 1998:1978-05, Unterbringung von Leitungen und Anlagen in öffentlichen Flächen - Richtlinien für die Planung; wiedergegeben in: Stein, Instandhaltung von Kanalisationen, Tabelle 1.11-2 Stimmt etwas nicht?
Normbezeichnung Verlegezonen — Verband Die geltende Planungsrichtlinie für die Unterbringung von Leitungen und Anlagen in öffentlichen Verkehrsflächen stammt von Juli 2018 und umfasst 14 Seiten.
Wortlaut und Einschränkung

Sie regelt die Unterbringung bei der Neuanlage öffentlicher Verkehrsflächen.

Verlagsseite des Normenherausgebers. Sie belegt Titel, Ausgabestand und Umfang. Der Vorgänger DIN 1998:1978-05 wurde im Juli 2014 zurückgezogen; die Neufassung gilt seit Juli 2018.

DIN 1998:2018-07, Unterbringung von Leitungen und Anlagen in öffentlichen Verkehrsflächen - Richtlinie für die Planung Stimmt etwas nicht?
Regelverlegetiefe 45-200 Netzbetreiber Kabel und Leitungen liegen im Netzgebiet allgemein in Tiefen von 45 cm bis 200 cm; die Angaben in den Plänen zu Lage und Verlegetiefe sind ausdrücklich unverbindlich.
Einschränkung

Das Dokument sagt wörtlich, den Angaben zur Überdeckung dürfe nicht vertraut werden - genaue Tiefen sind durch Querschläge in Handschachtung festzustellen.

Stadtwerke Villingen-Schwenningen, Leitungsschutzanweisung, Stand 24.04.2025, Abschnitt 5.2 Stimmt etwas nicht?
Normbezeichnung Schutzmaßnahmen — Regelwerk Das Arbeitsblatt zu Schutzmaßnahmen bei Bauarbeiten von Januar 2020 regelt Erkundigungspflicht, Baubeginn, maschinelle Arbeiten und das Freilegen von Versorgungsanlagen.
Wortlaut und Einschränkung

Es enthält einen eigenen Abschnitt zur Lage von Versorgungsanlagen, aber keine Tabelle mit Regelverlegetiefen.

Häufiges Missverständnis: GW 315 wird oft als Quelle für Verlegetiefen genannt, ist aber ein Schutz- und Pflichtenblatt. Es ersetzt das Merkblatt GW 315:1979-05. Das Inhaltsverzeichnis habe ich in der Leseprobe gelesen.

DVGW GW 315 (A):2020-01, Maßnahmen zum Schutz von Versorgungsanlagen bei Bauarbeiten Stimmt etwas nicht?
Verfüllung — Netzbetreiber Zum Verfüllen von Baugruben im Bereich freigelegter Versorgungsleitungen ist steinfreier, nicht bindiger Boden mit einem Grösstkorn von 5 bis 8 mm bei höchstens 5 Gewichtsprozent zu verwenden.
Einschränkung

Angabe zur Korngrösse, keine Tiefe.

ZTV E-StB, zitiert in: enercity Netz, Merkheft für Baufachleute, Stand Oktober 2019 Stimmt etwas nicht?
Kennzeichnung — Verband Die Produktnorm für Kunststoff-Warneinrichtungen mit visüllen Eigenschaften für erdverlegte Kabel und Rohrleitungen stammt in ihrer geltenden Fassung von März 2021 und löste die Ausgabe von September 2009 ab.
Einschränkung

Die Norm beschreibt Produkteigenschaften. Farbzuordnung und Verlegehöhe stammen aus den Versorgervorgaben.

DIN EN 12613:2021-03, Warneinrichtungen aus Kunststoff mit visüllen Eigenschaften für erdverlegte Kabel und Rohrleitungen Stimmt etwas nicht?
Kennzeichnung — Fachartikel Nach allgemeiner Praxis sind Trassenbänder für Erdkabel und Gasleitungen rot oder gelb, für Trinkwasser blau und für Ab- und Regenwasser grün.
Einschränkung

Schwächste Quelle in dieser Sammlung. Die Farbzuordnung wird durch die Netzbetreiberdokumente gestützt (gelb für Gas bei EVR, blau für Wasser bei Torgau und WAZV) und beruht auf Konvention und Herstellerpraxis.

DIN EN 12613, erwähnt im Wikipedia-Artikel Trassenband Stimmt etwas nicht?
Mindestüberdeckung (Grundregel DIN 1998) 50, mindestens jedoch 10 unter Planum Fachartikel Die Planungsnorm verlangt für die Leitungszonen im Straßenraum mindestens einen halben Meter Erddeckung; wo der Strassenoberbau tiefer reicht, gilt ersatzweise ein Mindestmaß von zehn Zentimetern unterhalb des Planums.
Wortlaut und Einschränkung

Es gilt jeweils der größere Wert.

Normen-Datenbank, die das Kurzreferat der Norm wiedergibt; der Volltext ist kostenpflichtig. Der Wert wird durch den Leitfaden des Landesbetriebs Mobilität Rheinland-Pfalz unabhängig bestätigt (dort ebenfalls 50 cm bzw. 10 cm unter RStO-Aufbau, grösserer Wert maßgeblich).

DIN 1998:2018-07 Stimmt etwas nicht?
Aufbau und Geltungsbereich DIN 1998 — Fachartikel Die Norm regelt die Unterbringung von Ver- und Entsorgungsleitungen bei der Neuanlage öffentlicher Verkehrsflächen und ist bei der Festlegung von Leitungszonen anzuwenden.
Wortlaut und Einschränkung

Sie gliedert sich in Grundsätze für die Unterbringung, die Anordnung der einzelnen Leitungsarten und einen informativen Anhang mit Anordnungsbeispielen. Nicht geregelt sind Bau und Rückbau, Freileitungen, Leitungen auf Brücken und Hausanschlussleitungen.

Wichtig für die Einordnung: Die Vorgängerausgabe DIN 1998:1978-05 wurde im Juli 2014 ersatzlos zurückgezogen; die heutige Ausgabe gilt seit Juli 2018. Umfang der aktuellen Ausgabe: 14 Seiten (Angabe DIN Media).

DIN 1998:2018-07 Stimmt etwas nicht?
Zonenfolge im Strassenquerschnitt (alte Fassung DIN 1998) Zonenbreite je 70 Fachartikel Nach der 1978er Fassung wurden die Versorgungsleitungen im Gehweg von der Grundstücksgrenze zur Fahrbahn hin in dieser Reihenfolge angeordnet: Strom, Gas, Wasser, Fernmelde-/Postkabel.
Wortlaut und Einschränkung

Abwasserkanäle liegen in der Fahrbahn. Jede dieser vier Zonen hatte eine Regelbreite von 70 Zentimetern.

ACHTUNG: veraltete Normfassung. Das Fachbuch zitiert ausdrücklich die Ausgabe 05.1978. Die 2018er Fassung verwendet nach übereinstimmenden Sekundärangaben eine andere Zonenbenennung (leitungsfreie Zone, Telekommunikation, Strom, Gas, Wasser, Signal, Fernwärme, Kanal); der Normtext selbst ist kostenpflichtig.

DIN 1998:1978-05 (zurückgezogen 2014-07) Stimmt etwas nicht?
Fernwärmezone (alte Fassung DIN 1998) Zonenbreite 200, Überdeckung 120 Fachartikel Die Fernwärmezone war mit zwei Metern deutlich breiter angesetzt als die übrigen Versorgungszonen; als Überdeckung war 1,2 Meter vorgesehen.
Einschränkung

Veraltete Normfassung, siehe vorige Zeile.

DIN 1998:1978-05 (zurückgezogen 2014-07) Stimmt etwas nicht?
Produktleitungen (Chemikalien, Kraftstoffe, Öle, technische Gase) — Verband Für Produktleitungen richtet sich die Tiefe nach Produkt, Lage, Leitungsmaterial und Belastung.
Einschränkung

Für einen Baggerführer die wichtigste Zeile der Grafik: bei Produktleitungen ist die Tiefe stets beim Betreiber zu erfragen.

DGUV Information 203-017, Ausgabe Februar 2019, Abbildung 3 auf Seite 17 Stimmt etwas nicht?
DIN 4124 - Graben ohne Verbau, senkrechte Wände 125 Verband Baugruben und Gräben bis 1,25 Meter Tiefe dürfen mit senkrechten Wänden ohne Verbau hergestellt werden, sofern Fahrzeuge und Baugeräte die zulässigen Abstände einhalten, keine besonderen Einflüsse die Standsicherheit gefährden, keine baulichen Anlagen gefährdet werden und das angrenzende Gelände bei nichtbindigen Böden nicht steiler als 1:10 und bei bindigen Böden nicht steiler als 1:2 ansteigt.
Einschränkung

Unabhängig bestätigt durch DGUV Information 201-052 (Rohrleitungsbauarbeiten) und zwei Fachartikel.

DIN 4124:2012-01, wiedergegeben in BG BAU Baustein C 469, Stand 07/2021 Stimmt etwas nicht?
DIN 4124 - Graben ohne Verbau in steifem bindigem Boden 175 (davon oberer Bereich ab 125 über der Sohle abgeböscht) Verband In mindestens steifen bindigen Böden ist eine Tiefe bis 1,75 Meter ohne Verbau möglich, wenn der Bereich oberhalb von 1,25 Meter über der Sohle unter höchstens 45 Grad abgeböscht oder entsprechend gesichert wird und das angrenzende Gelände nicht steiler als 1:10 ansteigt.
Einschränkung

Der Baustein bemasst die Böschung in der Skizze mit a >= t minus 1,25 m.

DIN 4124:2012-01, wiedergegeben in BG BAU Baustein C 469, Stand 07/2021 Stimmt etwas nicht?
DIN 4124 - Schutzstreifen an der Grabenkante 60 (Breite); Ausnahme bei Grabentiefe bis 80 Verband Am oberen Rand ist beidseitig ein mindestens 60 Zentimeter breiter, möglichst waagerechter Schutzstreifen freizuhalten.
Wortlaut und Einschränkung

Bei Grabentiefen bis 80 Zentimeter darf auf einer Seite darauf verzichtet werden.

Die Ausgabe 2012-01 hat diesen Wert von zuvor 0,50 m auf 0,60 m angehoben (Änderungshinweis in der Normen-Datenbank baunormenlexikon.de).

DIN 4124:2012-01, wiedergegeben in BG BAU Baustein C 469, Stand 07/2021 Stimmt etwas nicht?
DIN 4124 - Böschungswinkel ohne rechnerischen Nachweis — Verband Ohne Standsicherheitsnachweis dürfen folgende Böschungswinkel nicht überschritten werden: 45 Grad bei nichtbindigen oder weich bindigen Böden, 60 Grad bei steifen oder halbfesten bindigen Böden, 80 Grad bei Fels.
Einschränkung

Winkel, keine Tiefe. Fels nur, wenn gesund und nicht gebräch, ohne Verwitterung und ohne in die Baugrube einfallende Schichtung. Von DGUV 201-052 unabhängig bestätigt.

DIN 4124:2012-01, wiedergegeben in BG BAU Baustein C 469, Stand 07/2021 Stimmt etwas nicht?
DIN 4124 - Böschungshöhe mit Nachweispflicht 500 Verband Ist die Böschung höher als 5,00 Meter, werden die zulässigen Böschungswinkel überschritten oder können vorhandene Leitungen oder bauliche Anlagen gefährdet werden, ist die Standsicherheit rechnerisch nachzuweisen.
Einschränkung

Der Nachweis erfolgt nach DIN 4084 in Verbindung mit DIN EN 1997-1 und DIN 1054.

DIN 4124:2012-01, wiedergegeben in BG BAU Baustein C 469, Stand 07/2021 Stimmt etwas nicht?
DIN 4124 - Abstand von Fahrzeugen und Baugeräten zur Böschungskante 100 bzw. 200 (Abstand) Verband Bei nicht verbauten, geböschten Baugruben und Gräben ist ein Abstand von mindestens 1,00 Meter einzuhalten für Fahrzeuge, die die zulässigen Achslasten nach StVZO einhalten, und für Baugeräte bis 12 Tonnen Gesamtgewicht.
Wortlaut und Einschränkung

Mindestens 2,00 Meter gelten für Fahrzeuge, die die zulässigen Achslasten überschreiten, und für Baugeräte von mehr als 12 bis 40 Tonnen.

Das ist die Zahl, die ein Baggerführer im Kopf haben muss. Für Baugeräte über 40 Tonnen ist ein Nachweis im Einzelfall nötig.

DIN 4124:2012-01, wiedergegeben in BG BAU Baustein C 469, Stand 07/2021 Stimmt etwas nicht?
DIN 4124 - Übergänge, Zugänge und Absturzsicherung Breite 80 / 50; Tiefen 100, 125, 200 Verband Ab einer Grabenbreite von mehr als 80 Zentimetern sind Übergänge erforderlich, die mindestens 50 Zentimeter breit sein müssen.
Wortlaut und Einschränkung

Ist der Graben tiefer als 1,00 Meter, brauchen die Übergänge beidseitig dreiteiligen Seitenschutz. Ab mehr als 1,25 Meter Tiefe sind Bautreppen oder Bauleitern als Zugang zu benutzen. Böschungen mit mehr als 60 Grad Neigung und mehr als 2,0 Meter Tiefe sind gegen Absturz zu sichern.

Von DGUV Information 201-052 unabhängig bestätigt.

DIN 4124:2012-01, wiedergegeben in BG BAU Baustein C 469, Stand 07/2021 Stimmt etwas nicht?
DIN 4124 - Überstand des Verbaus über die Grabenkante 5 bzw. 10 (Überstand), Grenze bei 200 Grabentiefe Verband Der Verbau muss bis zu einer Grabentiefe von 2,00 Metern mindestens 5 Zentimeter, bei grösserer Tiefe mindestens 10 Zentimeter über die Grabenkante hinausragen.
Einschränkung

Von DGUV Information 201-052 unabhängig bestätigt.

DIN 4124:2012-01, wiedergegeben in BG BAU Baustein C 470 (Verbaute Gräben) Stimmt etwas nicht?
DIN 4124 - lichte Mindestgrabenbreite nach Grabentiefe 60 / 70 / 80 / 100 (Breiten) Fachartikel Bei senkrechten Wänden richtet sich die lichte Mindestbreite nach der Tiefe: bis 1,75 Meter Tiefe 0,70 Meter im verbauten Graben (0,60 Meter im geböschten Graben), über 1,75 bis 4,00 Meter 0,80 Meter, über 4,00 Meter 1,00 Meter.
Einschränkung

Sekundärquelle (Ingenieur-Formelsammlung), nicht der Normtext. Die Werte 0,60 m und 0,70 m tauchen als Bemassung b in den Skizzen des BG-BAU-Bausteins C 469 wieder auf, was sie stützt. Massgebend ist immer der größte Wert aus allen anwendbaren Tabellen.

DIN 4124:2012-01, Tabelle Mindestgrabenbreiten Stimmt etwas nicht?
DIN 4124 - lichte Mindestgrabenbreite nach Rohrdurchmesser Zuschlag 40 / 70 / 85 / 100 Fachartikel Zusätzlich gilt eine Mindestbreite in Abhängigkeit vom Rohraussendurchmesser: im verbauten Graben Aussendurchmesser plus 0,40 Meter bis 0,40 Meter Durchmesser, plus 0,70 Meter bis 0,80 Meter Durchmesser, plus 0,85 Meter bis 1,40 Meter Durchmesser und plus 1,00 Meter darüber.
Wortlaut und Einschränkung

Im geböschten Graben gilt plus 0,40 Meter bei Böschungswinkeln bis 60 Grad und plus 0,70 Meter bei steileren Böschungen. Der Arbeitsraum je Seite ist die Hälfte dieses Zuschlags.

Sekundärquelle, nicht der Normtext; die Tabelle beruht allein auf dieser Quelle.

DIN 4124:2012-01, Tabelle Mindestgrabenbreiten Stimmt etwas nicht?
DIN 4124 - Mindestarbeitsraum in Baugruben 50 bzw. 60 Fachartikel In geböschten Baugruben beträgt die Mindestarbeitsraumbreite 0,50 Meter, in verbauten Baugruben 0,60 Meter.
Einschränkung

Die Anhebung von 0,50 m auf 0,60 m bei verbauten Baugruben ist als Änderung der Ausgabe 2012-01 gegenüber der Vorgängerausgabe dokumentiert.

DIN 4124:2012-01, Abschnitt 9.1 Stimmt etwas nicht?
Arbeiten in der Nähe von Leitungen - maschineller Aushub, aktuelle Fassung — Verband Die geltende DGUV-Information regelt den Baggerabstand über den Leitungsbetreiber: Sie verlangt, Arbeitsverfahren und Schutzmaßnahmen mit dem Leitungsbetreiber abzustimmen und die vertikalen und horizontalen Schutzabstände zur Leitung einzuhalten - welche das sind, gibt der Betreiber vor.
Wortlaut und Einschränkung

Im Anhang wird das ausdrücklich so beschrieben: alle Netzbetreiber schreiben vor, dass ab einem gewissen Abstand zur Leitung nicht mehr mit Baggern gearbeitet werden darf.

Für den deutschen Rechtsraum gilt: Die Zahl steht in der Schutzanweisung des jeweiligen Netzbetreibers.

DGUV Information 203-017, Ausgabe Februar 2019, Abschnitte 5.3 und 6, Anhang 5 Stimmt etwas nicht?
Arbeiten in der Nähe von Leitungen - maschineller Aushub, aufgehobene Fassung 30 Verband Die aufgehobene Vorgängerfassung nannte noch eine feste Zahl: maschineller Aushub war bis höchstens 30 Zentimeter oberhalb oder seitlich der Leitung zulässig.
Einschränkung

WARNUNG: aufgehoben. Diese 30-cm-Regel wird online noch weiterverbreitet, unter anderem in der BG-BAU-Handlungshilfe unter der Kennung 203-017. Die geltende DGUV Information 203-017 vom Februar 2019 verweist stattdessen auf die Schutzabstände des jeweiligen Netzbetreibers. Wer die Zahl heute zitiert, zitiert eine zurückgezogene Fassung.

BGI 759, Ausgabe 09/2010 (aufgehoben), Vorgängerfassung der DGUV Information 203-017 Stimmt etwas nicht?
Handschachtung - Werkzeuge und Vorgehen — Verband Das Freilegen von Leitungen von Hand ist möglichst mit stumpfen, waagerecht zu führenden Werkzeugen wie Schaufeln auszuführen.
Ganzer Wortlaut

Im innerstädtischen Bereich sind Saugbagger für Erdarbeiten in Leitungsnähe besonders geeignet und werden als Alternative zur Handschachtung ausdrücklich empfohlen.

DGUV Information 203-017, Ausgabe Februar 2019, Abschnitt 6.1 und Anhang 5 Stimmt etwas nicht?
Suchschlitze und Ortung — Verband Die genaue Lage einer Leitung wird entweder mit Ortungsgeräten oder durch von Hand anzulegende Suchschlitze (Suchgräben) ermittelt.
Wortlaut und Einschränkung

Die Herstellung dieser Suchschlitze von Hand ist ausdrücklich im Leistungsverzeichnis zu beschreiben - als eigene Position oder erkennbar in einer Erdarbeitsposition enthalten.

Praktisch bedeutsam: wird die Handschachtung nicht ausgeschrieben, wird sie erfahrungsgemäss auch nicht ausgeführt.

DGUV Information 203-017, Ausgabe Februar 2019, Abschnitt 5.2 und Anhang 3 Stimmt etwas nicht?
Warn- und Schutzelemente über der Leitung 20 bis 40 über der Leitung Verband Schutz- oder Warnelemente - Trassenwarnbänder, Abdeckungen aus Ziegel- oder Betonformsteinen, Schutzrohre - liegen üblicherweise etwa 20 bis 40 Zentimeter über der Leitung.
Wortlaut und Einschränkung

Wer sie antrifft, ist also noch nicht an der Leitung, aber nah dran. Auch das Auffinden eines Sandbetts ist ein Hinweis auf eine Leitung.

Kunststoff-Warnbänder und Abdeckungen schützen nicht mechanisch, sie warnen nur.

DGUV Information 203-017, Ausgabe Februar 2019, Abschnitt 5.2 Stimmt etwas nicht?
Unterschreiten der Regelverlegetiefe — Verband Wird die Regelverlegetiefe unterschritten, sind zusätzliche Schutzmaßnahmen festzulegen.
Ganzer Wortlaut

Bei Neu- und Wiederverlegung sollen Trassenwarnbänder eingebaut werden, und zwar in ausreichend grossem Abstand über und neben der Leitung; bevorzugt detektierbare Bänder mit hoher Reissfestigkeit nach DIN 54841-3.

DGUV Information 203-017, Ausgabe Februar 2019, Anhang 3 Stimmt etwas nicht?
Verlegetiefen aller Sparten in einem Netzgebiet (Merkheft für Baufachleute) Kabel 60-120, Gas 75-100, Wasser 100-150, Fernwärme 60-150 (Einzelfall bis 900) Netzbetreiber Kabel liegen im Allgemeinen zwischen 60 und 120 Zentimetern.
Wortlaut und Einschränkung

Die Erdüberdeckung der Gasleitungen beträgt in der Regel 75 bis 100 Zentimeter, bei Hausanschlussleitungen auch weniger. Wasserleitungen liegen in 100 bis 150 Zentimetern Tiefe. Fernwärmeleitungen können zwischen 60 und 150 Zentimetern liegen, im Einzelfall bis 900 Zentimeter.

Netzbetreiberdokument. Das DVGW-Arbeitsblatt GW 315 nennt das Merkheft für Baufachleute ausdrücklich als eine der maßgeblichen Schutzanweisungen. Das Merkheft selbst bezeichnet die Werte als groben Anhaltspunkt, weil die ursprüngliche Verlegetiefe keine feste Grösse ist.

Merkheft für Baufachleute, enercity Netz GmbH, Stand Oktober 2019 Stimmt etwas nicht?
Überdeckung und Kreuzungsabstand (Netzgebiet Gelsenwasser) Überdeckung 60 bis 120, Kreuzungsabstand 40 Netzbetreiber Wasser-, Gas-, Strom- und Fernwärmeleitungen der öffentlichen Versorgung sind in der Regel mit einer Überdeckung von etwa 0,6 bis 1,2 Metern verlegt; im Einzelfall kann sie größer oder geringer sein.
Wortlaut und Einschränkung

Bei Leitungskreuzungen ist ein lichter Abstand von mindestens 0,4 Metern einzuhalten; geringere Abstände bedürfen der Zustimmung des Betreibers.

Netzbetreiberdokument. Zur Feststellung der genauen Lage sind Suchschachtungen von Hand herzustellen; in unmittelbarer Nähe der Leitungen sind die Erdarbeiten von Hand auszuführen. Für Baumaschinen wird auch hier keine Zahl genannt, nur ein Abstand, bei dem eine Beschädigung ausgeschlossen ist.

Merkblatt zum Schutz von Wasser-, Gas-, Strom- und Fernwärmeleitungen/Kabeln, Gelsenwasser, Stand 03/2026 Stimmt etwas nicht?
Eindecken freigelegter Leitungen 20 unten und seitlich, 30 über dem Scheitel Netzbetreiber Freigelegte Leitungen sind so einzudecken, dass sie unterhalb und seitlich mit mindestens 0,2 Metern und oberhalb des Rohrscheitels beziehungsweise des Kabels mit mindestens 0,3 Metern steinfreiem, nicht aggressivem Boden umgeben sind.
Wortlaut und Einschränkung

Der Boden ist so zu verdichten, dass auf der gesamten Länge ein festes Auflager entsteht. Bauschutt, Asche und ähnliche korrosionsfördernde Stoffe sind für das weitere Verfüllen nicht zugelassen.

Netzbetreiberdokument, praktisch aber die klarste frei zugängliche Zahlenangabe zum Wiedereindecken.

Merkblatt zum Schutz von Wasser-, Gas-, Strom- und Fernwärmeleitungen/Kabeln, Gelsenwasser, Stand 03/2026 Stimmt etwas nicht?
Abstand von Bäumen zu Leitungen und Armaturen 350 / 250 Behörde Zu Hydranten und Absperrarmaturen ist ein Achsabstand zum Baum von mindestens 3,50 Metern einzuhalten. Der Mindestabstand zwischen dem perspektivischen Stamm und der Rohraussenwand beträgt 2,50 Meter.
Einschränkung

Horizontale Abstände, keine Tiefen. Das Dokument stellt ausdrücklich fest, dass DWA-M 162 und DVGW GW 125 inhaltsgleich sind.

Merkblatt DWA-M 162, inhaltsgleich mit DVGW-Hinweis GW 125, umgesetzt in den Technischen Bedingungen des Zweckverbandes Wasserwerke Westerzgebirge, Stand 07/2018 Stimmt etwas nicht?
Verdichtungsanforderungen im Straßenkörper Grenze bei 50 unter Planum Behörde In Straßen und Wegen sind bei gut verdichtbaren Böden der Klasse V1 gefordert: 100 Prozent Proctordichte in den oberen 0,5 Metern unter Planum, in Geh- und Radwegen dort 98 Prozent, darunter in der Hauptverfüllung 98 Prozent und in der Leitungszone 97 Prozent.
Wortlaut und Einschränkung

Bei Böden der Klassen V2 und V3 gelten durchgehend 97 Prozent. Bei Baugruben und Gräben ausserhalb des Strassenkörpers ist mindestens die Lagerungsdichte des umgebenden Bodens einzuhalten, jedoch mindestens 97 Prozent.

Prozentwerte, keine Tiefen. Die Zahlen stehen nur in einer Grafik; ich habe die Seite als Bild gerendert und abgelesen. Böden der Verdichtbarkeitsklassen V2 und V3 sind nach diesem Regelblatt für die Leitungszone gar nicht zugelassen.

ZTV E-StB 09, wiedergegeben in Bild 3 von Regelblatt 15 der Berliner Wasserbetriebe, Februar 2016 Stimmt etwas nicht?
Verdichtungsanforderungen nach ZTV E-StB 17 Grenzen bei 100 (Damm) und 50 (Einschnitt) Behörde Die aktüllere Fassung fordert 100 Prozent Proctordichte vom Planum bis 1,0 Meter Tiefe bei Dämmen und bis 0,5 Meter bei Einschnitten, darunter bis zur Dammsohle 98 Prozent, und bei feinkörnigen oder gemischtkörnigen Böden durchgehend 97 Prozent bei einem Luftporenanteil von höchstens 12 Volumenprozent.
Wortlaut und Einschränkung

Für die Leitungszone gilt eine Anforderung von 97 Prozent.

Prozentwerte, keine Tiefen. Der Leitfaden nennt ZTV E-StB 17 Tabelle 4 ausdrücklich als Quelle. Bei Verfüllzonen von mehr als 60 Zentimetern soll der Verdichtungsnachweis zusätzlich innerhalb der Verfüllzone geführt werden.

ZTV E-StB 17, Tabelle 4, wiedergegeben im Leitfaden Aufgrabungen und Leitungsverlegung des Landesbetriebs Mobilität Rheinland-Pfalz, Stand 04/2023, Tabelle 1 Stimmt etwas nicht?
Mindestgrabenbreite für die Verdichtung 30 (Breite) Behörde Der Graben ist in einer Breite von mindestens 30 Zentimetern herzustellen, damit eine ordnungsgemässe Grabenverfüllung und Verdichtung überhaupt möglich ist.
Einschränkung

Dieser Wert ist deutlich kleiner als die Mindestgrabenbreiten nach DIN 4124 und betrifft ausdrücklich nur die Verdichtbarkeit bei schmalen Aufgrabungen, nicht die Arbeitssicherheit. Beide Anforderungen gelten nebeneinander; massgebend ist die größere.

ZTV A-StB, Abschnitt 1.5.1, zitiert im Leitfaden Aufgrabungen und Leitungsverlegung des Landesbetriebs Mobilität Rheinland-Pfalz, Stand 04/2023, Abschnitt 7.4.1 Stimmt etwas nicht?
Längsverlegte Leitungen auf der freien Strecke 50 / 120 (Überdeckung), 150 (Abstand zum Fahrbahnrand) Behörde Leitungen sind grundsätzlich am äusseren Rand des Strassengrundstücks zu verlegen, mit einer Mindestüberdeckung von 0,50 Metern.
Wortlaut und Einschränkung

Im Bereich der Kronenbreite, also Fahrbahn und Bankett, sind längsverlegte Leitungen grundsätzlich nicht zulässig. Sind sie unvermeidbar, sind sie am äusseren Ende des Banketts in einem Mindestabstand von 1,50 Metern vom äusseren Fahrbahnrand zu verlegen; bei geringerer Bankettbreite am äusseren Bankettrand. Nur wenn andere Möglichkeiten nachweislich unzumutbar sind, ist eine Lage innerhalb der Kronenbreite zulässig, dann aber mit mindestens 1,20 Metern Überdeckung.

Gilt für Bundes-, Landes- und Kreisstrassen in Rheinland-Pfalz ausserhalb der Ortsdurchfahrten. Andere Bundesländer haben eigene Leitfäden mit möglicherweise abweichenden Werten.

Leitfaden Aufgrabungen und Leitungsverlegung, Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz, Stand 04/2023, Abschnitt 2.2 Stimmt etwas nicht?
Kreuzende Leitungen unter klassifizierten Straßen 120; 10 unter RStO-Aufbau; grabenlos das Zehnfache des Aussendurchmessers Behörde Kreuzende Leitungen sind grundsätzlich grabenlos zu verlegen und möglichst kurz auszuführen, möglichst ausserhalb von Strassenkreuzungen und Einmündungen.
Wortlaut und Einschränkung

Bei grabenloser Bauweise ist eine Überdeckung von mindestens dem Zehnfachen des Aussendurchmessers einzuhalten. Bei offener Bauweise gelten unter Bundesstraßen und zweibahnigen Landesstraßen mindestens 1,20 Meter, unter einbahnigen Landes- und Kreisstrassen mindestens 10 Zentimeter unterhalb des Oberbaus nach RStO.

Die Regel Überdeckung gleich zehnfacher Aussendurchmesser ist die zentrale Faustformel für Pressungen und Spülbohrungen und stammt aus DWA-A 125 beziehungsweise DVGW GW 304.

Leitfaden Aufgrabungen und Leitungsverlegung, Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz, Stand 04/2023, Abschnitt 2.2; mit Verweis auf DWA-A 125 und DVGW GW 304 Stimmt etwas nicht?
Leitungen in Ortsdurchfahrten 50 bzw. 10 unter RStO-Aufbau Behörde Längsverlegte Leitungen sind vorrangig in Gehwegen zu verlegen.
Wortlaut und Einschränkung

Einzuhalten ist eine Mindestüberdeckung von 50 Zentimetern beziehungsweise von 10 Zentimetern unterhalb des Oberbaus nach RStO; der größere Wert ist maßgeblich. Kreuzende Leitungen sind auch hier grundsätzlich grabenlos auszuführen.

Diese Formulierung entspricht wortgleich der Grundregel der DIN 1998:2018-07 und bestätigt sie damit aus behördlicher Quelle.

Leitfaden Aufgrabungen und Leitungsverlegung, Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz, Stand 04/2023, Abschnitt 2.3 Stimmt etwas nicht?
Verfüllung von Leitungsgräben ohne technischen Nachweis — Behörde Werden keine weiteren technischen Nachweise wie Verdichtungsgrad oder Verformungsmodul erbracht, sind Leitungsgräben zur Vermeidung von Setzungen immer mit verdichtungsfähigem Frostschutzmaterial nach den Technischen Lieferbedingungen für Baustoffgemische und Böden ohne Bindemittel zu verfüllen und zu verdichten.
Einschränkung

Praktisch die Rückfallregel: kein Nachweis, dann Frostschutzmaterial statt Aushub.

Leitfaden Aufgrabungen und Leitungsverlegung, Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz, Stand 04/2023, Abschnitt 2.1; mit Verweis auf TL SoB-StB Stimmt etwas nicht?
Erkundigungspflicht vor Baubeginn — Regelwerk Der Bauausführende ist verpflichtet, sich unmittelbar vor Baubeginn Gewissheit über die Lage von Versorgungsanlagen zu verschaffen und diese für die Dauer der Bauausführung zu schützen.
Wortlaut und Einschränkung

Auftraggeber, Bauherren, Ingenieurbüros und Architekten haben eine Mitwirkungspflicht und müssen Netzauskunft, Erkundigung und Schutzmaßnahmen bereits bei den ersten Überlegungen zu einer Baumassnahme berücksichtigen. Verstösse gegen die Erkundigungs- und Sorgfaltspflicht führen im Schadensfall zur Schadensersatzpflicht nach Paragraph 823 BGB und können strafrechtliche Folgen haben.

Offizielle DVGW-Leseprobe, die Vorwort und Inhaltsverzeichnis vollständig enthält. Das Arbeitsblatt ersetzt das DVGW-Merkblatt GW 315:1979-05. Die Zahlenwerte zu Abständen und Handschachtung stehen in den Abschnitten 9 (Maschinelle Arbeiten) und 10 (Freilegen von Versorgungsanlagen) des kostenpflichtigen Volltexts.

DVGW-Arbeitsblatt GW 315 (A), Januar 2020, Vorwort und Abschnitte 5 bis 10 Stimmt etwas nicht?
Stimmt etwas nicht?

Strom

30 Angaben · 28 davon mit Maß · DGUV Information 203-017, DIN VDE 0100-520 (VDE 0100-520), DIN VDE 0276-603 (VDE 0276-603), Forschungsbericht EKNA und 3 weitere

Alle 30 Angaben mit Fundstelle
Belegte Tiefenangaben für Strom in Deutschland
WasAngabeHerkunft Worum es gehtFundstelle
Regelverlegetiefe Niederspannungskabel im Erdreich und unter Fahrbahnen 60 bzw. 80 Fachartikel Empfohlen wird, in Erde verlegte Energiekabel mindestens 60 cm tief zu legen, unter Fahrbahnen von Straßen mindestens 80 cm.
Wortlaut und Einschränkung

Wird flacher verlegt, muss der mechanische Schutz auf anderem Weg hergestellt werden. Ein Markierungsband allein genügt dafür nicht; Kabelabdecksteine oder -hauben können den Schutz übernehmen.

Wichtigster Fund zur Herkunft der viel zitierten 60/80-cm-Regel: Der Fachartikel (Zeitschrift 'de', Heft 3/2004) stellt ausdrücklich klar, dass die Tiefenangaben NICHT in DIN VDE 0100-520 stehen, sondern in der Betriebsmittelnorm DIN VDE 0276-603. Der Artikel ist von 2004 und bezieht sich auf die damalige Fassung; die aktuelle Ausgabe ist 2010-03, ihr Normtext ist kostenpflichtig. Die Zahl gilt daher mit Alterungsvorbehalt.

DIN VDE 0276-603 (VDE 0276 Teil 603), Änderung A1, Abschnitt 3 - zitiert im Fachartikel; aktueller Ausgabestand der Norm siehe eigener Eintrag Stimmt etwas nicht?
Ausgabestand der Norm, die die Verlegetiefe angeblich enthält — Regelwerk DIN VDE 0276-603 trägt den Titel 'Starkstromkabel - Teil 603: Energieverteilungskabel mit Nennspannung 0,6/1 kV' und liegt in der Ausgabe März 2010 vor. Sie ist als gültig gekennzeichnet.
Einschränkung

Verlagsseite des Normenherausgebers, also Titel und Ausgabestand belastbar. Der Inhalt selbst steht hinter der Bezahlschranke.

DIN VDE 0276-603 (VDE 0276-603):2010-03 Stimmt etwas nicht?
Ausgabestand DIN VDE 0100-520 — Verband Die aktuelle Fassung der Errichtungsnorm für Kabel- und Leitungsanlagen ist die Ausgabe Juni 2023; sie ersetzt die Ausgabe Juni 2013.
Wortlaut und Einschränkung

Der Anwendungsbereich umfasst Verlegearten, Umgebungseinflüsse, Querschnitte, Spannungsfall und Brandverhalten - eine Verlegetiefe wird in der Inhaltsbeschreibung nicht genannt.

Normendatenbank der DKE. Wichtig für die Bewertung anderer Quellen: Viele Webseiten und auch der Wikipedia-Artikel 'Erdkabel' schreiben die 60/80-cm-Regel dieser Norm zu. Der Fachartikel in elektro.net widerspricht dem ausdrücklich. Ich habe den Normtext nicht gelesen und kann den Streit nicht entscheiden - siehe Lücken.

DIN VDE 0100-520 (VDE 0100-520):2023-06 Stimmt etwas nicht?
Mindestlegetiefe im Erdreich, Geh- und Radwege, Fussgängerzonen, Anliegerstrassen 65 Netzbetreiber Ein Verteilnetzbetreiber verlangt für seine Erdkabel in Gärten, Geh- und Radwegen, Fussgängerzonen und Anliegerstrassen eine Mindestlegetiefe von 0,65 m.
Einschränkung

Netzbetreibervorgabe, keine Norm. Gilt für das Netzgebiet dieses Unternehmens; andere Netzbetreiber können abweichen. Der Wert liegt bewusst 5 cm über der Normempfehlung von 60 cm.

Leitungsschutzanweisung für Freileitungen und Erdkabel bis 110 kV, Pfalzwerke Netz AG, Stand Juli 2022 Stimmt etwas nicht?
Mindestlegetiefe in Straßen und bei Strassenkreuzungen 80 Netzbetreiber In Straßen und bei Strassenkreuzungen fordert derselbe Netzbetreiber 0,8 m Mindestlegetiefe und weist darauf hin, dass Strassenbauämter im Einzelfall andere Tiefen verlangen können. Leitungsschutzanweisung für Freileitungen und Erdkabel bis 110 kV, Pfalzwerke Netz AG, Stand Juli 2022 Stimmt etwas nicht?
Mindestüberdeckung auf landwirtschaftlich genutzten Flächen 150 Netzbetreiber Auf landwirtschaftlich genutzten Flächen beträgt die Mindestüberdeckung 1,5 m. Grundlage ist eine Vereinbarung des Netzbetreibers mit dem regionalen Bauern- und Winzerverband.
Einschränkung

Beruht auf einer privatrechtlichen Verbandsvereinbarung, nicht auf einer Norm. In anderen Bundesländern gelten andere Absprachen.

Leitungsschutzanweisung für Freileitungen und Erdkabel bis 110 kV, Pfalzwerke Netz AG, Stand Juli 2022 Stimmt etwas nicht?
Mindestlegetiefe auf forstwirtschaftlich genutzten Flächen 100-120 Netzbetreiber Auf forstwirtschaftlich genutzten Flächen wird eine Legetiefe von 1,0 bis 1,2 m verlangt; die konkrete Tiefe wird je nach örtlicher Nutzung im Zuge der Projektierung festgelegt. Leitungsschutzanweisung für Freileitungen und Erdkabel bis 110 kV, Pfalzwerke Netz AG, Stand Juli 2022 Stimmt etwas nicht?
Tatsächliche Lage von Erdkabeln im Bestand 60-120 Netzbetreiber Der Netzbetreiber gibt an, dass seine Erdkabel in der Regel zwischen 60 und 120 cm tief liegen, bei Hausanschlussleitungen auch flacher.
Wortlaut und Einschränkung

Bauende müssen die tatsächliche Lage vor Beginn der Arbeiten durch Querschläge oder Suchschlitze feststellen.

Bestandsangabe, keine Planungsvorgabe. Zeigt die Spanne zwischen Sollwert und Wirklichkeit.

Leitungsschutzanweisung für Freileitungen und Erdkabel bis 110 kV, Pfalzwerke Netz AG, Stand Juli 2022 Stimmt etwas nicht?
Bettung und Verdichtung über dem Kabel 30 Bettung / 20 über Scheitel / 30 Handverdichtung Netzbetreiber Die Sandbettung muss mindestens 30 cm dick sein, das Kabel an der dicksten Stelle mit mindestens 5 cm umschliessen und oberhalb des Leitungsscheitels mindestens 20 cm betragen.
Ganzer Wortlaut

Bis 30 cm über dem Leitungsscheitel darf nur von Hand verdichtet werden, erst darüber maschinell.

Leitungsschutzanweisung für Freileitungen und Erdkabel bis 110 kV, Pfalzwerke Netz AG, Stand Juli 2022 (Sand nach DIN 18123) Stimmt etwas nicht?
Mindestabstände anderer Sparten zu Kabeln bis 20 kV 5-40 (Abstände) Netzbetreiber Bei Parallellegung gelten unter anderem: Wasserrohr zu Energiekabel 0,4 m, Gasrohr zu Niederspannungs- oder Fernmeldekabel 0,2 m, Gasrohr zu Mittelspannungskabel 0,4 m, Niederspannungskabel untereinander 0,07 m, Energiekabel zu Kupfer-Telekommunikationsleitungen 0,1 m und zu Lichtwellenleitern 0,07 m, Schutzrohr zu Schutzrohr 0,05 m.
Wortlaut und Einschränkung

Bei Kreuzungen sind die Werte teilweise geringer, etwa Gasrohr zu Niederspannungskabel 0,1 m.

Das sind horizontale bzw. vertikale Abstände, keine Verlegetiefen. Für Fernwärme gelten deutlich größere Werte, siehe eigenen Eintrag.

Leitungsschutzanweisung für Freileitungen und Erdkabel bis 110 kV, Pfalzwerke Netz AG, Stand Juli 2022, Abschnitt 5.2.1 Stimmt etwas nicht?
Mindestabstände anderer Sparten zu Kabeln ab 110 kV 50-500 (Abstände) Netzbetreiber Zu Hochspannungskabeln ab 110 kV gelten bei Parallelführung 1,00 m für Gas-, Wasserleitungen, Kabel und Kanäle und 0,50 m für Nachrichtenkabel; bei Kreuzungen jeweils 0,50 m.
Ganzer Wortlaut

Für Fernwärmeleitungen sind es 5,00 m bei Parallelführung und 1,00 m bei Kreuzung.

Leitungsschutzanweisung für Freileitungen und Erdkabel bis 110 kV, Pfalzwerke Netz AG, Stand Juli 2022, Abschnitt 5.2.2 Stimmt etwas nicht?
Fernwärme als Nachbar von Strom- und Telekommunikationskabeln 30-150 (Abstände) Netzbetreiber Fernwärmeleitungen halten zu Niederspannungs- und Telekommunikationskabeln 0,3 m Abstand, zu einem Mittelspannungskabel 0,6 m bei bis zu 5 m Parallelführungslänge und 0,7 m darüber, zu mehreren Mittelspannungskabeln 1,0 m bzw. 1,5 m.
Ganzer Wortlaut

Bei Kreuzungen gelten 0,3 m, 0,6 m und 1,0 m.

Leitungsschutzanweisung für Freileitungen und Erdkabel bis 110 kV, Pfalzwerke Netz AG, Stand Juli 2022 Stimmt etwas nicht?
110-kV-Erdkabel, Grabentiefe und Verlegetiefe 175 Graben / 150-155 Bündelmitte Behörde Für eine konkrete 110-kV-Kabelleitung ist bei offener Bauweise eine Grabentiefe von rund 1,75 m von Erdoberkante bis Grabensohle vorgesehen.
Wortlaut und Einschränkung

Die Verlegetiefe in der Mitte des Kabelbündels liegt bei 1,50 bzw. 1,55 m. Die Kabel liegen auf ganzer Länge in Leerrohren.

Projektbezogener Wert aus einem Planfeststellungsverfahren, keine allgemeine Regel. Er zeigt aber die übliche Grössenordnung für 110 kV in Deutschland. Die Tiefe ist hier thermisch begründet, nicht durch Schutz vor Beschädigung.

Planfeststellung 110-kV-Kabelleitung Anschluss Tann, Erläuterungsbericht vom 16.04.2021, Regierung von Niederbayern Stimmt etwas nicht?
110-kV-Erdkabel im Pflugverfahren 170 Rohr / 100 Abdeckplatte Behörde Im selben Vorhaben wird abschnittsweise gepflügt.
Wortlaut und Einschränkung

Die Verlegetiefe beträgt dabei rund 1,7 m. Weil die Rohre bei offener Bauweise noch auf etwa 5 cm Bettung liegen, ergibt sich für beide Bauweisen dieselbe Legetiefe. Die Abdeckplatten werden mit mindestens 1,0 m Tiefe eingebracht.

Bemerkenswert, weil hier das Pflugverfahren nicht für Glasfaser, sondern für Hochspannungs-Leerrohre eingesetzt wird - und zwar in Regeltiefe, nicht mindertief.

Planfeststellung 110-kV-Kabelleitung Anschluss Tann, Erläuterungsbericht vom 16.04.2021, Regierung von Niederbayern Stimmt etwas nicht?
110-kV-Erdkabel unter Entwässerungsgräben 175 Behörde Weil Entwässerungsgräben sich bei Starkregen verbreitern und vertiefen können, wurde die Mindestüberdeckung im Bereich von Gräben auf 1,75 m festgesetzt. Planfeststellung 110-kV-Kabelleitung Anschluss Tann, Erläuterungsbericht vom 16.04.2021, Regierung von Niederbayern Stimmt etwas nicht?
Höchstspannungs-Erdkabel im Drehstromnetz (380 kV) 150-180 Behörde Ein Forschungsbericht im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz hat die deutschen und europäischen Vorhaben ausgewertet: Die Verlegetiefe der Höchstspannungs-Erdkabel liegt bei den meisten Projekten zwischen 1,5 und 1,7 bzw. 1,8 m.
Wortlaut und Einschränkung

In einem ausgewerteten Regelquerschnitt beträgt die Kabelgrabentiefe 1,75 m bei einer Verlegetiefe von 1,50 m und einem Einzelkabelabstand von 0,6 m.

Auswertung realisierter und geplanter Projekte, keine Norm. Die Tiefe von Höchstspannungs-Erdkabeln wird je Vorhaben festgelegt und folgt aus Thermik, Nutzbarkeit des Schutzstreifens und Schutz vor Windwurf.

Forschungsbericht 'Auswirkungen verschiedener Erdkabelsysteme auf Natur und Landschaft' (EKNA, FKZ 3514 82 1600), Bundesamt für Naturschutz, 2016 Stimmt etwas nicht?
Höchstspannungs-Erdkabel im Gleichstromnetz (HGÜ) 150-180 Behörde Für die bipolaren Gleichstromvorhaben mit plus/minus 525 kV wird eine Regel-Verlegetiefe von 1,5 bis 1,8 m in offener Grabenbauweise als Regelfall angenommen.
Einschränkung

Stand 2016; die Vorhaben SüdLink und SüdOstLink waren damals in Planung. Aktülle Ausführungstiefen können abweichen.

Forschungsbericht EKNA, Bundesamt für Naturschutz, 2016 Stimmt etwas nicht?
Verlegetiefe nach Spannungsebene, Übersichtsdarstellung 60 / 80 / 250-370 Fachartikel Ein Lexikonartikel nennt für Niederspannung mindestens 60 cm im Erdreich und mindestens 80 cm unter Fahrbahnen und für 400-kV-Höchstspannungsleitungen 2,5 bis 3,7 m unter der Erdoberfläche.
Wortlaut und Einschränkung

Als Kennzeichnung werden Trassenwarnband und Kunststoffplatten als Kabelabdeckhauben oder -platten genannt.

Mit Vorsicht zu behandeln. Die Zuschreibung der 60/80-cm-Regel an DIN VDE 0100-520 steht im Widerspruch zum Fachartikel in elektro.net, der die Regel in DIN VDE 0276-603 verortet. Die Angabe 2,5 bis 3,7 m für 400 kV liegt deutlich über den 1,5 bis 1,8 m, die der BfN-Bericht für deutsche Projekte ermittelt hat - ich halte den BfN-Bericht für belastbarer und nenne diesen Wert nur der Vollständigkeit halber.

Kein Regelwerk - Lexikondarstellung, dort DIN VDE 0100-520 zugeschrieben Stimmt etwas nicht?
Warnband und Wiederherstellung der Kennzeichnung nach Bauarbeiten 30 Warnbandhöhe; 30 Verdichtungsgrenze; 50 Abstand Netzbetreiber Ein Verteilnetzbetreiber gibt an: Wo keine Schutzplatten verlegt sind, weist in der Regel 30 cm über der Trasse ein gelbes Warnband mit dem Hinweis auf Starkstromkabel auf das ungeschützte Kabel hin.
Wortlaut und Einschränkung

Unter Strassenkreuzungen liegen die Kabel üblicherweise in Schutzrohren. War ein Trassenwarnband vorhanden, ist es nach Abschluss der Arbeiten wieder 30 cm über den Kabeln zu verlegen. Maschinell verdichtet werden darf erst ab 30 cm Überdeckung. Informations- und Kommunikationsleitungen sind mit mindestens 50 cm Abstand zu verlegen.

Netzbetreiberrichtlinie ohne erkennbares Ausgabedatum im Dokumenttext. Die 30 cm decken sich mit der DGUV-Angabe und mit den Angaben anderer Versorger.

Richtlinie zum Schutz von unterirdischen Kabelanlagen, Energienetze Berlin GmbH Stimmt etwas nicht?
Regelverlegetiefe 60-120 Netzbetreiber Kabel liegen im Allgemeinen in einer Tiefe zwischen 60 und 120 cm.
Einschränkung

Deckungsgleich mit der Angabe des Wasserwerks Gerstetten (60 bis 120 cm) und mit der E-Zone der alten DIN 1998, deren Untergrenze ebenfalls bei 60 cm liegt.

enercity Netz, Merkheft für Baufachleute, Stand Oktober 2019, Abschnitt Verlegetiefe und Querschläge Stimmt etwas nicht?
Bettung 10 / 15 Netzbetreiber Wiederverlegte Kabel kommen in ein Sandbett mit 10 cm unter und 15 cm über den Kabeln; darüber folgen Kabelabdeckplatten und das Trassenwarnband.
Einschränkung

Strom ist die einzige Sparte in meinen Quellen, bei der zusätzlich zum Warnband eine mechanische Abdeckplatte verlangt wird.

Stadtwerke Villingen-Schwenningen, Leitungsschutzanweisung, Stand 24.04.2025, Abschnitt 7 Stimmt etwas nicht?
Schutzstreifen 100 je Seite Netzbetreiber Für Niederspannung, Steuerkabel und Mittelspannung bis 20 kV gilt ein Schutzstreifen von 1 m rechts und links der Trassenaussenkante; gemessen wird ab der Aussenkante des äussersten Schutzrohrs, nicht ab der Trassenachse.
Wortlaut und Einschränkung

Für Hochspannung ist der Betreiber zu befragen.

Der Hinweis auf den Messpunkt ist praxisrelevant, weil eine Stromtrasse aus mehreren Leitungen bestehen kann.

Stadtwerke Villingen-Schwenningen, Leitungsschutzanweisung, Stand 24.04.2025, Abschnitt 9 Stimmt etwas nicht?
Abstand bei Bauarbeiten 100 Netzbetreiber Für 110-kV-Leitungen gilt ein Sicherheitsabstand von 1 m, innerhalb dessen kein Maschineneinsatz zulässig ist.
Ganzer Wortlaut

Das Freilegen von Kabelsystemen ab 30 kV ist nur nach Rücksprache mit dem Netzbetreiber erlaubt.

enercity Netz, Merkheft für Baufachleute, Stand Oktober 2019, Abschnitt Freilegen von Kabeln und Rohrleitungen Stimmt etwas nicht?
Regelverlegetiefe und Überdeckung Überdeckung 60, Verlegetiefe bis 160 Verband Stromkabel werden mit einer Regelüberdeckung von 60 Zentimetern gelegt; die Verlegetiefen reichen bis rund 1,6 Meter.
Einschränkung

Die Abbildung trägt selbst den Zusatz, dass sie sich an den Entwurf der DIN 1998 anlehnt (E DIN 1998, also der Vorentwurf der 2018er Fassung). Die Zahlen stehen nur im Bild, nicht im Fliesstext - ich habe die Seite als Grafik gerendert und abgelesen.

DGUV Information 203-017, Ausgabe Februar 2019, Abbildung 3 auf Seite 17 Stimmt etwas nicht?
Verlegetiefe von Starkstromkabeln (Netzbetreiberangabe) 60 bis 150 Netzbetreiber Stromkabel liegen im Allgemeinen in Tiefen von 60 bis 150 Zentimetern.
Wortlaut und Einschränkung

Geringere Tiefen sind bei Kreuzungen mit anderen Anlagen oder nach nachträglichen Strassenumbauten und Niveauänderungen nicht auszuschliessen. Die Kabel sind in der Regel mit Ziegel- oder Betonsteinen abgedeckt, können aber auch ohne Abdeckung im Erdreich liegen.

Netzbetreiberanweisung, kein Normtext, bindend nur im eigenen Netzgebiet. Deckt sich weitgehend mit der Angabe von enercity (60 bis 120 cm).

Kabelschutzanweisung Stadtwerke Bad Kreuznach, Ausgabe 10/2021 Stimmt etwas nicht?
Eintreibverbot in Kabelnähe 40 (beidseitig) Netzbetreiber Spitze Geräte wie Schnurpfähle, Bohrer und Dorne dürfen nicht innerhalb eines Bereichs von 40 Zentimetern rechts oder links der bezeichneten Kabellage eingetrieben werden.
Wortlaut und Einschränkung

Bagger, Planierraupen und sonstige Maschinen dürfen in Kabelnähe nicht eingesetzt werden; zu verwenden sind stumpfe Geräte wie Schaufeln und Breithacken, möglichst waagerecht geführt.

Netzbetreiberanweisung. Lage und Tiefe sind vorab durch Querschläge festzustellen.

Kabelschutzanweisung Stadtwerke Bad Kreuznach, Ausgabe 10/2021 Stimmt etwas nicht?
Sandbett beim Wiederverlegen von Kabeln 20 Netzbetreiber Beim Wiederverlegen ist zunächst bis in Höhe der Kabel aufzufüllen und festzustampfen; die Auflagefläche muss glatt und steinfrei sein.
Wortlaut und Einschränkung

Anschliessend ist über den Kabeln eine feine, steinlose Sandschicht von mindestens 20 Zentimetern aufzuschütten und so festzustampfen, dass sich unterhalb der Abdeckung keine Hohlräume bilden. Das weitere Verfüllen erfolgt schichtweise mit steinfreiem Erdreich.

Netzbetreiberanweisung.

Kabelschutzanweisung Stadtwerke Bad Kreuznach, Ausgabe 10/2021 Stimmt etwas nicht?
Sicherheitsabstand bei 110-kV-Leitungen 100 Netzbetreiber Gebaggert werden darf nur bis zu einem Abstand, der eine Gefährdung der Leitung sicher ausschliesst.
Wortlaut und Einschränkung

Für 110-kV-Leitungen gilt ein Sicherheitsabstand von einem Meter, innerhalb dessen ein Maschineneinsatz nicht zulässig ist. Das Freilegen darf nur durch Handschachtung mit stumpfen Geräten erfolgen, keinesfalls mit Spaten oder ähnlichem.

Eine der wenigen frei belegbaren konkreten Baggerabstandszahlen in Deutschland - sie gilt aber nur für 110 kV und nur in diesem Netzgebiet. Das Freilegen von Kabelsystemen ab 30 kV bedarf zusätzlich der Rücksprache mit dem Netzbetreiber.

Merkheft für Baufachleute, enercity Netz GmbH, Stand Oktober 2019 Stimmt etwas nicht?
Mindestabstände zu parallel liegenden Leitungen 30 / 60 / 40 Netzbetreiber Bei Parallelführung gelten 0,3 Meter zu Signal- und Messkabeln bis 1 kV, 0,6 Meter zu einem 10-kV- oder 30-kV-Kabel und 0,4 Meter zu Gas- und Wasserleitungen.
Einschränkung

Sekundärzitat ohne Abschnittsangabe; das Merkblatt führt VDE 0100, 0101 und 0800 lediglich als Sammelverweis auf und enthält bei der Bezeichnung von VDE 0100 einen offensichtlichen Schreibfehler bei der Spannungsangabe. Die Einzelwerte beruhen allein auf dem Merkblatt; der VDE-Text ist kostenpflichtig.

VDE-Bestimmungsreihen 0100, 0101 und 0800, zusammengestellt im Merkblatt der Stadtwerke Hilden, Stand Dez. 2017 Stimmt etwas nicht?
Mindestabstände zu kreuzenden Leitungen 30 / 60 / 20 Netzbetreiber Bei Kreuzungen gelten 0,3 Meter zu Signal- und Messkabeln bis 1 kV, 0,6 Meter zu einem 10-kV- oder 30-kV-Kabel und 0,2 Meter zu Gas- und Wasserleitungen.
Einschränkung

Sekundärzitat ohne Abschnittsangabe, siehe vorige Zeile. Der Wert 0,2 m bei Kreuzung zu Gas deckt sich mit den DVGW-Angaben aus G 462-1 und G 472 - insofern plausibel.

VDE-Bestimmungsreihen 0100, 0101 und 0800, zusammengestellt im Merkblatt der Stadtwerke Hilden, Stand Dez. 2017 Stimmt etwas nicht?
Stimmt etwas nicht?

Gas

40 Angaben · 36 davon mit Maß · Creos Deutschland, DGUV Information 203-017, DIN EN 12007-2, DVGW G 459-1 (A) und 12 weitere

Alle 40 Angaben mit Fundstelle
Belegte Tiefenangaben für Gas in Deutschland
WasAngabeHerkunft Worum es gehtFundstelle
Regelverlegetiefe 80 Netzbetreiber Für Nieder- und Mitteldruckleitungen der Druckstufe PN 1 gilt im Gehwegbereich eine Regelüberdeckung von 80 cm.
Einschränkung

Netzbetreiber-Bauvorschrift, kein Normtext. Das Dokument verweist für den Fall fehlender Massangaben ausdrücklich auf die DVGW-Arbeitsblätter zurück.

MITNETZ GAS, Allgemeine technische Bedingungen für den Bau von Gasleitungen und Gasanlagen, Stand 01.02.2021, Abschnitt 4.1.5 Stimmt etwas nicht?
Regelverlegetiefe 100 Netzbetreiber Unter Straßen beträgt die Regelüberdeckung 100 cm, sowohl für Nieder-/Mitteldruck PN 1 als auch für Hochdruckleitungen über PN 4.
Einschränkung

Das ist die einzige belegte Stelle, an der die Verlegetiefe nach Druckstufe unterschieden wird - und selbst dort landen Fahrbahn-ND/MD und Hochdruck beim gleichen Wert.

MITNETZ GAS, Allgemeine technische Bedingungen für den Bau von Gasleitungen und Gasanlagen, Stand 01.02.2021, Abschnitt 4.1.5 Stimmt etwas nicht?
Kreuzung 100 Netzbetreiber Bei Strassenkreuzungen ist mindestens 100 cm Überdeckung unter der Strassenoberfläche zu halten. MITNETZ GAS, Allgemeine technische Bedingungen für den Bau von Gasleitungen und Gasanlagen, Stand 01.02.2021, Abschnitt 2.5.4 Stimmt etwas nicht?
Kreuzung 150 Netzbetreiber Bei Bahnkreuzungen sind mindestens 150 cm unter Schienenoberkante einzuhalten.
Einschränkung

Auflagen des Bahnbetreibers können darüber hinausgehen; das Dokument stellt das ausdrücklich frei.

MITNETZ GAS, Allgemeine technische Bedingungen für den Bau von Gasleitungen und Gasanlagen, Stand 01.02.2021, Abschnitt 2.5.4 Stimmt etwas nicht?
Kreuzung 100 Netzbetreiber Bei der Unterquerung von Wasserläufen sind mindestens 100 cm unter der festen Gewässersohle einzuhalten. MITNETZ GAS, Allgemeine technische Bedingungen für den Bau von Gasleitungen und Gasanlagen, Stand 01.02.2021, Abschnitt 2.5.4 Stimmt etwas nicht?
Abstand zu anderen Leitungen 20 Netzbetreiber Im Kreuzungsbereich mit anderen Rohrleitungen, Kanälen, Wasserleitungen, Kabeln und Dränagen ist ein lichter Abstand von 20 cm zu halten.
Einschränkung

Unterhalb von 20 cm zu Elektrokabeln verlangt dasselbe Dokument Sondermassnahmen, etwa Schutzhauben aus Kunststoff.

MITNETZ GAS, Allgemeine technische Bedingungen für den Bau von Gasleitungen und Gasanlagen, Stand 01.02.2021, Abschnitt 4.1.12 Stimmt etwas nicht?
Kennzeichnung 30 Netzbetreiber Im Rohrgraben wird ein Trassenwarnband etwa 30 cm oberhalb der Hausanschlussleitung eingebracht.
Einschränkung

Abstand über der Leitung, nicht Tiefe unter Gelände.

MITNETZ GAS, Allgemeine technische Bedingungen für den Bau von Gasleitungen und Gasanlagen, Stand 01.02.2021, Abschnitt 18.4 Stimmt etwas nicht?
Mindestüberdeckung Hausanschluss 80 (Ausnahme mindestens 50) Netzbetreiber Der Gashausanschluss wird mit 80 cm Überdeckung verlegt; in Ausnahmefällen darf sie geringer sein, aber nur mit Schutzmaßnahmen und nie unter 50 cm. Die Grabenbreite beträgt mindestens 60 cm.
Einschränkung

Netzbetreiber-TAB, die auf DIN 4124 für den Graben verweist. Die 80 cm decken sich mit der MITNETZ-Regelüberdeckung im Gehweg; ein Normbeleg aus DVGW G 459-1 selbst liegt mir nicht vor.

Versorgungswerke Heddesheim, Technische Anschlussbedingungen Niederdruckgasnetz (TAB), Stand 01.01.2019, Abschnitt 2.4 Stimmt etwas nicht?
Bettung Hausanschluss 10 Netzbetreiber Die Leitungsbettung muss allseitig 10 cm stark sein, gemessen im verdichteten Zustand. Versorgungswerke Heddesheim, Technische Anschlussbedingungen Niederdruckgasnetz (TAB), Stand 01.01.2019, Abschnitt 2.4 Stimmt etwas nicht?
Abstand zu Bauwerken 40 Netzbetreiber Zu Bauwerken soll der Gashausanschluss 40 cm Abstand halten.
Einschränkung

Als Soll-Vorgabe formuliert, nicht als harte Mindestgrenze.

Versorgungswerke Heddesheim, Technische Anschlussbedingungen Niederdruckgasnetz (TAB), Stand 01.01.2019, Abschnitt 2.4 Stimmt etwas nicht?
Abstand zu anderen Leitungen 100 Netzbetreiber Liegt eine parallel geführte Abwasserleitung auf gleicher Höhe wie die Gasleitung oder höher, ist ein Abstand von 100 cm einzuhalten.
Einschränkung

Spiegelbildlich zur Wasserregel: die schmutzführende Leitung soll unten liegen, sonst wächst der Abstand auf einen Meter.

Versorgungswerke Heddesheim, Technische Anschlussbedingungen Niederdruckgasnetz (TAB), Stand 01.01.2019, Abschnitt 2.4 Stimmt etwas nicht?
Abstand zu Bewuchs 250 Netzbetreiber Zu Bäumen ist ein Abstand von 250 cm einzuhalten, sonst sind Schutzmaßnahmen wie Trennwände nötig.
Einschränkung

Derselbe Wert taucht spartenübergreifend auf und geht auf den DVGW-Hinweis GW 125 zurück.

Versorgungswerke Heddesheim, Technische Anschlussbedingungen Niederdruckgasnetz (TAB), Stand 01.01.2019, Abschnitt 2.4 Stimmt etwas nicht?
Kennzeichnung 30 Netzbetreiber Ein gelbes Trassenwarnband wird etwa 30 cm senkrecht über der Gasleitung in den Rohrgraben eingelegt.
Einschränkung

Einer der wenigen Belege, der die Bandfarbe für Gas ausdrücklich mit gelb benennt.

Energieversorgung Rottenburg, Technische Anschlussbedingungen Gas (TAB Gas), Version 1/2015, Stand 01.05.2015 Stimmt etwas nicht?
Verfüllung 20 (Handverdichtung), 10 (Sandbettung unter Rohr) Netzbetreiber Bis 20 cm Überdeckungshöhe darf nur mit Sand hinterfüllt und von Hand verdichtet werden; darüber wird in Schüttlagen von höchstens 30 cm verfüllt.
Ganzer Wortlaut

Steinreicher Boden ist bis 10 cm unter Rohrunterkante durch Sandbettung zu ersetzen.

Energieversorgung Rottenburg, Technische Anschlussbedingungen Gas (TAB Gas), Version 1/2015, Stand 01.05.2015 Stimmt etwas nicht?
Regelverlegetiefe 60-100 Netzbetreiber Das Merkblatt nennt als DVGW-Vorgabe eine Überdeckung von 60 bis 100 cm in öffentlichem Grund.
Einschränkung

Das Merkblatt gibt diese Spanne ausdrücklich als DVGW-Wert wieder. Das Arbeitsblatt selbst ist kostenpflichtig.

Gasversorgung Vorpommern Netz, Merkblatt Schutz von Versorgungsanlagen bei Bauarbeiten, Stand 09.2015, Abschnitt 3 Stimmt etwas nicht?
Regelverlegetiefe 40-100 (öffentlich), 40-80 (privat), 120 (Acker nach TGL) Netzbetreiber Tatsächlich vorgefunden werden im Bestandsnetz 40 bis 100 cm in öffentlichem Grund und 40 bis 80 cm in privatem Grund; nach frügerem DDR-Standard TGL waren bis 1990 auch 40 bis 100 cm zulässig, in landwirtschaftlicher Nutzfläche 120 cm.
Einschränkung

Wichtig für die Praxis: der Bestand liegt in den neuen Bundesländern flacher als die heutige Regel, weil das Netz unter anderem Regelwerk gebaut wurde.

Gasversorgung Vorpommern Netz, Merkblatt Schutz von Versorgungsanlagen bei Bauarbeiten, Stand 09.2015, Abschnitt 3 Stimmt etwas nicht?
Verfüllung 40 Netzbetreiber Der Boden ist bis 40 cm über dem Rohrscheitel von Hand zu verdichten; erst darüber dürfen maschinelle Geräte eingesetzt werden. Gasversorgung Vorpommern Netz, Merkblatt Schutz von Versorgungsanlagen bei Bauarbeiten, Stand 09.2015, Abschnitt 4.13 Stimmt etwas nicht?
Regelverlegetiefe 75-100 Netzbetreiber Die Erdüberdeckung der Gasleitungen liegt in der Regel bei 75 bis 100 cm; bei Hausanschlussleitungen kann sie geringer sein.
Einschränkung

Das Merkheft betont selbst, dass die Werte nur ein grober Anhaltspunkt sind und die ursprüngliche Verlegetiefe sich durch Bodenbewegungen verändert haben kann.

enercity Netz, Merkheft für Baufachleute, Stand Oktober 2019, Abschnitt Verlegetiefe und Querschläge Stimmt etwas nicht?
Regelverlegetiefe 80-160 Behörde Gasleitungen liegen in der Regel 80 bis 160 cm unter der Erdoberfläche.
Einschränkung

Kommunales Wasserwerk. Die Spanne liegt deutlich höher als bei enercity und GVPN - ein Beleg dafür, wie weit die Versorgervorgaben auseinanderliegen.

Wasserwerk Gerstetten, Merkblatt zum Schutz unterirdischer Leitungen, Stand Februar 2014 Stimmt etwas nicht?
Regelverlegetiefe Hochdruck 100-200 Netzbetreiber Erdgas-Hochdruckleitungen sind in der Regel mit 100 bis 200 cm Erddeckung verlegt.
Einschränkung

Das Dokument verweist für die Anforderungen auf das DVGW-Arbeitsblatt G 463, nennt die Zahl aber als eigene Bestandsangabe.

Stadtwerke Ludwigsfelde, Anweisung zum Schutz von Erdgas-Hochdruckleitungen, Stand 01/2021, Abschnitt 2 Stimmt etwas nicht?
Schutzstreifen Fernleitung 800 Netzbetreiber Der Schutzstreifen einer Erdgas-Hochdruckleitung ist im Regelfall 8 m breit, mit der Rohrleitungsachse in der Mitte, und ist als beschränkte persönliche Dienstbarkeit im Grundbuch gesichert.
Einschränkung

8 m ist eine Breite, keine Tiefe - der Wert steht hier nur zur einheitlichen Umrechnung in Zentimeter.

Stadtwerke Ludwigsfelde, Anweisung zum Schutz von Erdgas-Hochdruckleitungen, Stand 01/2021, Abschnitt 2 Stimmt etwas nicht?
Schutzstreifen Fernleitung 400-1000 Netzbetreiber Gashochdruckleitungen der öffentlichen Versorgung liegen grundsätzlich in einem Schutzstreifen von 4 m bis 10 m Breite.
Einschränkung

Breitenangabe. Die Spanne 4 bis 10 m deckt sich mit den DN-gestaffelten Werten, die SVS in Anlehnung an G 463 aufführt.

Creos Deutschland, Anweisung zum Schutz von Gashochdruckleitungen, Version 05, gültig ab 01.03.2019, Abschnitt 1 Stimmt etwas nicht?
Schutzstreifen Fernleitung 400 / 600 / 800 / 1000 Netzbetreiber Nach Nennweite gestaffelt werden Schutzstreifen von 4 m bis DN 150, 6 m bis DN 300, 8 m bis DN 500 und 10 m bis DN 1200 angesetzt, unabhängig von der Druckstufe.
Einschränkung

Das Dokument schreibt selbst 'in Anlehnung an G 463' - die Staffelung ist also eine Auslegung des Netzbetreibers, kein wörtlich übernommener Normwert.

Stadtwerke Villingen-Schwenningen, Leitungsschutzanweisung, Stand 24.04.2025, Abschnitt 9 (in Anlehnung an DVGW G 463) Stimmt etwas nicht?
Abstand zu anderen Leitungen 40 Netzbetreiber Kreuzende Leitungen und Kabel dürfen ohne Sicherungsmassnahme nicht näher als 40 cm an die Gashochdruckleitung heranreichen.
Einschränkung

Der gleiche Wert von 40 cm steht unabhängig davon auch in der Anweisung der Stadtwerke Ludwigsfelde.

Creos Deutschland, Anweisung zum Schutz von Gashochdruckleitungen, Version 05, gültig ab 01.03.2019, Abschnitt 3.2 Stimmt etwas nicht?
Kreuzung 150 Netzbetreiber Beim Anlegen neuer oder beim Vertiefen bestehender Wasserläufe muss die Leitung mit mindestens 150 cm überdeckt bleiben; bleibt weniger, ist die Grabensohle beiderseits auf 2 m Breite mit Betonplatten auszulegen. Creos Deutschland, Anweisung zum Schutz von Gashochdruckleitungen, Version 05, gültig ab 01.03.2019, Abschnitt 3.5 Stimmt etwas nicht?
Abstand zu Bauwerken 5000 Netzbetreiber Zwischen dem Mastfundament einer Windenergieanlage und der Rohrleitungsachse sind mindestens 50 m einzuhalten; je nach Bauform und Höhe der Anlage kann mehr verlangt werden.
Einschränkung

Horizontaler Abstand, keine Tiefe.

Creos Deutschland, Anweisung zum Schutz von Gashochdruckleitungen, Version 05, gültig ab 01.03.2019, Abschnitt 3.4 Stimmt etwas nicht?
Verfüllung 20 (Einpackung), 30 und 60 (Verdichtungsgrenzen) Netzbetreiber Beim Verfüllen ist die freigelegte Gashochdruckleitung mit mindestens 20 cm steinfreiem, neutralem Boden einzupacken.
Wortlaut und Einschränkung

Vibrationsplatten dürfen ab 30 cm Rohrdeckung mit höchstens 8,5 N/cm2 und ab 60 cm mit höchstens 13,5 N/cm2 Erregerkraft eingesetzt werden.

Die Stadtwerke Ludwigsfelde verlangen an derselben Stelle 30 cm statt 20 cm Einpackung - die Netzbetreiber weichen hier voneinander ab.

Creos Deutschland, Anweisung zum Schutz von Gashochdruckleitungen, Version 05, gültig ab 01.03.2019, Abschnitt 4.8 Stimmt etwas nicht?
Kreuzung 50 (Handschachtung), 200 (HDD) Netzbetreiber Baumaschinen dürfen sich einer unter Druck stehenden Gasanlage nur bis 50 cm nähern; ab dieser Annäherung ist ausschließlich von Hand zu schachten.
Ganzer Wortlaut

Bei einer Kreuzung im HDD-Bohrverfahren sind mindestens 2 m lichter Abstand zu halten.

Stadtwerke Ludwigsfelde, Anweisung zum Schutz von Erdgas-Hochdruckleitungen, Stand 01/2021, Abschnitt 4 Stimmt etwas nicht?
Abstand zu anderen Leitungen 20/10, 40/20, 30/30 Netzbetreiber Zwischen zwei Gasleitungen bis 5 bar genügen 20 cm horizontal und 10 cm vertikal; gegenüber einer Gasleitung über 5 bis 16 bar, einer Wasserleitung oder einem 20-kV-Kabel sind es 40 cm horizontal und 20 cm vertikal.
Wortlaut und Einschränkung

Zu Fernwärme gelten 30 cm in beide Richtungen.

Die Matrix gilt für Kreuzungen und Parallelführungen bis 5 m Länge. Bei beengten Verhältnissen lässt das Dokument gegenüber Wasser 20/10 cm zu. Über 5 m Parallellauf steigt der Wert auf 40 cm.

Stadtwerke Villingen-Schwenningen, Leitungsschutzanweisung, Stand 24.04.2025, Abschnitt 8 (Grundlagen DVGW G 462-1/-2, G 463, G 472, W 400-1, AGFW FW 401) Stimmt etwas nicht?
Druckstufen — Netzbetreiber Der Netzbetreiber unterscheidet Niederdruck bis 0,1 bar, Mitteldruck von 0,1 bis 1,0 bar und Hochdruck über 1,0 bar bis 100 bar.
Einschränkung

Diese Einteilung ist betreiberbezogen. Das Regelwerk selbst schneidet anders: DVGW G 459-1 gilt bis 5 bar, G 463 ab mehr als 16 bar.

TEN Thüringer Energienetze, Technische Mindestanforderungen gemäß Paragraf 19 Abs. 2 EnWG, Version V1 Stimmt etwas nicht?
Normbezeichnung Hausanschlüsse — Verband Das Arbeitsblatt für Gas-Netzanschlüsse liegt in der 3. Auflage 2026 vor und gilt für Errichtung und Betrieb von Netzanschlüssen mit einem höchsten zulässigen Betriebsdruck bis einschließlich 5 bar.
Einschränkung

Verlagsseite des DVGW-Vertriebs. Vorgängerausgaben: 10/2019, davor 07/1998 mit Beiblatt B1 12/2003. Der Normtext selbst ist kostenpflichtig.

DVGW G 459-1 (A):2026-07, Gas-Netzanschlüsse Stimmt etwas nicht?
Normbezeichnung Hochdruckleitungen — Regelwerk Das Arbeitsblatt für Gashochdruckleitungen aus Stahlrohren über 16 bar Auslegungsdruck enthält eigene Abschnitte zu Rohrdeckung (5.4), Schutzstreifen (5.5) und Abständen zu unterirdischen Anlagen (5.6).
Wortlaut und Einschränkung

Gegenüber der Vorgängerausgabe wurde die Schutzstreifenbreite angepasst.

Leseprobe mit Deckblatt, Inhaltsverzeichnis und Vorwort. Belegt sind die Abschnitte; die Zahlen stehen im kostenpflichtigen Volltext. Vorgängerausgaben: 2016-07, 2001-12, 1989-07, 1983-01, 1976-08.

DVGW G 463 (A):2021-10, Gashochdruckleitungen aus Stahlrohren für einen Auslegungsdruck von mehr als 16 bar; Errichtung Stimmt etwas nicht?
Normbezeichnung Polyethylen — Verband Die europäische Norm für Polyethylen-Gasleitungen bis 16 bar ergänzt die allgemeinen funktionalen Anforderungen um besondere Anforderungen an Planung und Bau von PE-Leitungen bis einschließlich 10 bar Betriebsdruck; die deutsche Fassung stammt von Oktober 2012.
Einschränkung

Verlagsseite; sie belegt Titel und Ausgabestand. Der Volltext ist kostenpflichtig.

DIN EN 12007-2:2012-10, Gasinfrastruktur - Rohrleitungen mit einem maximal zulässigen Betriebsdruck bis einschließlich 16 bar - Teil 2: Besondere funktionale Anforderungen für Polyethylen Stimmt etwas nicht?
Regelverlegetiefe und Überdeckung Überdeckung 60 Verband Gasleitungen erhalten nach derselben Übersicht eine Regelüberdeckung von 60 Zentimetern.
Einschränkung

Aus der Grafik abgelesen. Netzbetreiberangaben liegen höher (siehe Zeilen zu enercity und GVP Netz), das DVGW-Regelwerk wird dort mit 0,6 bis 1,0 Meter zitiert.

DGUV Information 203-017, Ausgabe Februar 2019, Abbildung 3 auf Seite 17 Stimmt etwas nicht?
Überdeckung von Gasleitungen 40 bis 100 öffentlich, 40 bis 80 privat; nach DVGW 60 bis 100 Netzbetreiber Im betrachteten Netz beträgt die Überdeckung in der Regel 0,40 bis 1,00 Meter in öffentlichem und 0,40 bis 0,80 Meter in privatem Grund.
Wortlaut und Einschränkung

Das Dokument stellt dem ausdrücklich gegenüber, dass das DVGW-Regelwerk 0,6 bis 1,0 Meter in öffentlichem Grund vorsieht, während nach den bis 1990 in der DDR geltenden TGL-Vorschriften 0,4 bis 1,0 Meter möglich waren und in landwirtschaftlicher Nutzfläche 1,20 Meter galten.

Netzbetreiberdokument. Der DVGW-Wert 0,6 bis 1,0 m wird hier zitiert; die Primärstelle ist das DVGW-Arbeitsblatt G 462 (Abschnitt Rohrdeckung), der Normtext ist kostenpflichtig. Der Hinweis auf die TGL-Altbestände ist für Ostdeutschland betriebsrelevant: dort kann eine Gasleitung flacher liegen als das heutige Regelwerk erwarten lässt.

Merkblatt Schutz von Versorgungsanlagen bei Bauarbeiten, Gasversorgung Vorpommern Netz GmbH Stimmt etwas nicht?
Mindestabstände zu Gasleitungen 20 / 40 / 100 Netzbetreiber Einzuhalten sind 0,20 Meter bei Kreuzungen, 0,40 Meter bei Parallelverlegungen und 1,00 Meter bei Horizontalbohrungen.
Einschränkung

Netzbetreiberdokument, das sich ausdrücklich auf DVGW-Regelwerk und DIN-Normen stützt. Die Werte 0,20 und 0,40 m decken sich mit den DVGW-Zitaten im Merkblatt der Stadtwerke Hilden.

Merkblatt Schutz von Versorgungsanlagen bei Bauarbeiten, Gasversorgung Vorpommern Netz GmbH Stimmt etwas nicht?
Handschachtung vor Rammarbeiten 1500 (15 m Bereich vor Brückenwiderlagern) Netzbetreiber Vor Beginn von Rammarbeiten sind Gasleitungen durch Handschachtung freizulegen, zu schützen und zu sichern, auch gegen Schwingungen.
Wortlaut und Einschränkung

Mit der Rammung darf erst unterhalb der Rohrsohle begonnen werden. Geplante Aufgrabungen im 15-Meter-Bereich vor Brückenwiderlagern sind dem Betreiber rechtzeitig anzuzeigen, damit Kompensatoren gesichert werden können.

Netzbetreiberdokument.

Merkblatt Schutz von Versorgungsanlagen bei Bauarbeiten, Gasversorgung Vorpommern Netz GmbH Stimmt etwas nicht?
Abstände Gasleitung zu Kabeln über 1 kV (Stahlrohre) 20 (Kreuzung), 40 (parallel, Zielwert), 20 (Engpass-Untergrenze) Netzbetreiber Bei Kreuzungen zwischen Gasleitungen und Kabeln mit Betriebsspannungen über 1 kV ist ein Abstand von mindestens 0,2 Metern einzuhalten.
Wortlaut und Einschränkung

Bei seitlichen Näherungen sind 0,4 Meter anzustreben; ein Abstand von 0,2 Metern soll auch an Engpässen nicht unterschritten werden.

Sekundärzitat mit Abschnittsangabe. WICHTIG: G 462-1:1976-09 ist inzwischen durch DVGW G 462 (A) vom März 2020 ersetzt (belegt durch die offizielle DVGW-Leseprobe). Der Volltext der Nachfolgeausgabe ist kostenpflichtig; wiedergegeben ist hier die zitierte Fassung.

DVGW-Arbeitsblatt G 462-1, Abschnitt 3.1.3, zitiert im Merkblatt der Stadtwerke Hilden, Stand Dez. 2017 Stimmt etwas nicht?
Abstände Gasleitung zu Kabeln über 1 kV (PE-Rohre) 20 (Kreuzung), 40 (parallel) Netzbetreiber Für Gasleitungen aus Polyethylen gilt bei Kreuzungen mit Kabeln über 1 kV mindestens 0,2 Meter, bei Parallelverlegung mindestens 0,4 Meter.
Wortlaut und Einschränkung

An Engpässen darf 0,2 Meter nicht ohne besondere Schutzmaßnahmen unterschritten werden.

Sekundärzitat mit Abschnittsangabe. Die zitierte Fassung von G 472 ist im Merkblatt nicht datiert; das Merkblatt selbst stammt von Dezember 2017.

DVGW-Arbeitsblatt G 472, Abschnitt 3.1.2, zitiert im Merkblatt der Stadtwerke Hilden, Stand Dez. 2017 Stimmt etwas nicht?
Abstände bei Gas-Hausanschlussleitungen 20 (parallel), 10 (Kreuzung) Netzbetreiber Für Betrieb und Unterhaltung ist bei der Verlegung einer Hausanschlussleitung parallel zu einer bestehenden Ver- oder Entsorgungsleitung ein Abstand von 0,2 Metern und bei einer Kreuzung ein Abstand von 0,1 Metern einzuhalten.
Einschränkung

Sekundärzitat mit Abschnittsangabe. Bemerkenswert: bei Hausanschlüssen sind die zulässigen Abstände nur halb so groß wie bei Versorgungsleitungen. Erdverlegte Gasleitungen dürfen nach der TRGI grundsätzlich nicht überbaut werden.

DVGW-Arbeitsblatt G 459-1, Abschnitt 3.1.5, zitiert im Merkblatt der Stadtwerke Hilden, Stand Dez. 2017 Stimmt etwas nicht?
Stimmt etwas nicht?

Wasser

31 Angaben · 28 davon mit Maß · DGUV Information 203-017, DIN 1054, DVGW GW 125 (Hinweis), DVGW W 400-1 (A) und 9 weitere

Alle 31 Angaben mit Fundstelle
Belegte Tiefenangaben für Wasser in Deutschland
WasAngabeHerkunft Worum es gehtFundstelle
Mindestüberdeckung 120 (Hausanschluss), 140 (Versorgungsleitung) Netzbetreiber Für Trinkwasserhausanschlüsse ist eine Überdeckung von 120 cm sicherzustellen; für Versorgungsleitungen ergeben sich daraus 140 cm, die um höchstens 20 cm überschritten werden dürfen.
Einschränkung

Versorgerbindende Vorgabe. Die Richtlinie nennt als Grundlage DIN 1998 für die Lageeinordnung sowie DVGW W 400-1 und W 400-2 für die Abstände.

Wasserwerke Greifswald, Richtlinie zur Verlegung von Trinkwasserleitungen, VA 4-27 Anlage 4, Fassung 07.10.2014, Abschnitt 5.2.1.1 Stimmt etwas nicht?
Mindestüberdeckung 130 (Hausanschluss), 150 (Versorgungsleitung) Behörde Hausanschlussleitungen werden mit einer Mindestüberdeckung von 130 cm am Endpunkt verlegt; für Versorgungsleitungen ergibt sich daraus 150 cm.
Einschränkung

Zweckverband, also öffentlich-rechtlich. Der Vergleich mit Greifswald zeigt die Streuung: 120/140 gegen 130/150 cm - jeweils Versorgervorgabe, nicht Normwert.

WAZV Werder-Havelland, Richtlinie zur Verlegung von Trinkwasserleitungen, Fassung 05/2025, Abschnitte 4.1 und 5 Stimmt etwas nicht?
Mindestüberdeckung 120 Behörde Die Hausanschlussleitung oder das Schutzrohr muss an jeder Stelle eine Mindestrohrdeckung von 120 cm zur endgültigen Geländeoberkante haben; die Begründung ist ausdrücklich der Frostschutz.
Wortlaut und Einschränkung

Diese Deckung muss auch an der Gebäudefront eingehalten werden.

Hier wird die Verlegetiefe ausdrücklich mit Frostschutz begründet - der einzige Beleg in meiner Sammlung, der die Verbindung Tiefe/Frost wörtlich herstellt.

Zweckverband Torgau-Westelbien, Arbeitsblatt Tiefbau in Eigenleistung, Ausgabe 01-2017, Stand 09/2017, Abschnitt 3.2 Stimmt etwas nicht?
Rohrgraben 125 (Graben), plus 10 bei Fels Behörde Der Rohrgraben für einen Trinkwasserhausanschluss misst 60 cm Breite bei 125 cm Tiefe; bei felsigem oder steinigem Untergrund kommen 10 cm Zusatztiefe für ein ausreichendes Sandauflager hinzu.
Wortlaut und Einschränkung

Gräben bis 125 cm Tiefe brauchen mindestens 60 cm lichte Breite.

Grabenmasse nach DIN 4124:2012-01, die das Dokument als massgebend nennt.

Zweckverband Torgau-Westelbien, Arbeitsblatt Tiefbau in Eigenleistung, Ausgabe 01-2017, Stand 09/2017, Abschnitt 3.2 und Tabelle 3-1 Stimmt etwas nicht?
Abstand zu anderen Leitungen 40 / 40 / 100 / 20 Netzbetreiber Nach dem Planungsarbeitsblatt und der Abstandstabelle im Anhang H des Bauarbeitsblatts sind einzuhalten: 40 cm zu Fundamenten und Bauwerken, 40 cm zu parallel verlaufenden Leitungen, 100 cm zu Fernleitungen und 20 cm zu kreuzenden Leitungen.
Einschränkung

Die Zahlen stammen aus einem Netzbetreiberdokument, das sie dem DVGW-Regelwerk zuschreibt. Zu Hochspannungsanlagen verweist die Richtlinie auf die AfK-Empfehlung Nr. 3.

DVGW W 400-1 (A):2015-02 und DVGW W 400-2 (A), Anlage H, zitiert in: Wasserwerke Greifswald, Richtlinie zur Verlegung von Trinkwasserleitungen, 07.10.2014 Stimmt etwas nicht?
Abstand zu anderen Leitungen 100 / 40 / 100 / 100 / 20 Behörde Ein zweiter Versorger leitet aus demselben Regelwerk teils andere Werte ab: 100 cm zu Fundamenten und Bauwerken, 40 cm zu parallel verlaufenden Leitungen, 100 cm zu Trinkwasser-Fernleitungen, 100 cm zu Fernwärmeleitungen und 20 cm zu kreuzenden Leitungen.
Einschränkung

Der Abstand zu Bauwerken weicht mit 100 cm gegen 40 cm deutlich von der Greifswalder Auslegung ab, obwohl beide dieselbe Fundstelle angeben. Welche Lesart die richtige ist, entscheidet der Normtext.

DVGW W 400-1 (A) und W 400-2 (A), Anlage H, zitiert in: WAZV Werder-Havelland, Richtlinie zur Verlegung von Trinkwasserleitungen, Fassung 05/2025 Stimmt etwas nicht?
Abstand zu Kanal 100 Netzbetreiber Trinkwasserleitungen sollen grundsätzlich höher liegen als Abwasserkanäle. Ist das nicht möglich, darf ein Mindestabstand von 100 cm nicht unterschritten werden.
Einschränkung

Der WAZV formuliert dieselbe Regel und ergänzt, dass Trinkwasserleitungen im Kreuzungsbereich mit höher liegenden Abwasserleitungen im Schutzrohr zu verlegen sind.

DVGW W 400-1 (A), zitiert in: Wasserwerke Greifswald, Richtlinie zur Verlegung von Trinkwasserleitungen, 07.10.2014, Abschnitt 5.2.1.1 Stimmt etwas nicht?
Abstand zu Kanal 40/40, 100, 40/20, 20 Behörde Zur Abwasserleitung gelten 40 cm horizontal und 40 cm vertikal; liegt die Trinkwasserleitung tiefer als die Abwasserleitung oder auf gleicher Höhe, steigt der horizontale Abstand auf 100 cm.
Wortlaut und Einschränkung

Zu Bauwerken sind 40 cm horizontal und 20 cm vertikal einzuhalten, bei Parallelverlegung zu Kabeln und Rohren 20 cm, bei Kreuzungen 20 cm vertikal.

Das Dokument nennt als Schutzziel unter anderem, das Eindiffundieren von Schadstoffen und das Eindringen von Keimen zu verhindern - deshalb der größere Abstand zum Abwasser.

DVGW W 400-1 (A) und W 400-2 (A), zitiert in: Zweckverband Torgau-Westelbien, Arbeitsblatt Tiefbau in Eigenleistung, Ausgabe 01-2017, Tabelle 3-2 Stimmt etwas nicht?
Kennzeichnung 40 Netzbetreiber Alle erdverlegten Trinkwasserleitungen erhalten ein Trassenwarnband mit dem Hinweis auf Trinkwasser, das beim Verfüllen etwa 40 cm über dem Rohrscheitel eingelegt wird.
Einschränkung

40 cm bei Wasser gegen 30 cm bei Gas und Fernwärme - die Bandhöhe ist offenbar nicht spartenübergreifend vereinheitlicht.

Wasserwerke Greifswald, Richtlinie zur Verlegung von Trinkwasserleitungen, 07.10.2014, Abschnitt 5.2.2.2.1 Stimmt etwas nicht?
Kennzeichnung 30 (Erdstoff über Rohr), 10 (Bettung) Behörde Über der Rohroberkante werden mindestens 30 cm steinfreier Erdstoff eingebaut und vorsichtig verdichtet, darauf kommt ein blaues Warnband mit Trinkwasserhinweis.
Wortlaut und Einschränkung

Das Rohrauflager besteht aus einer unteren Bettungsschicht von 10 cm.

Belegt die Bandfarbe blau für Trinkwasser.

DVGW W 400-2 (A), zitiert in: Zweckverband Torgau-Westelbien, Arbeitsblatt Tiefbau in Eigenleistung, Ausgabe 01-2017, Anlage 2 Stimmt etwas nicht?
Kennzeichnung — Behörde Trinkwasserleitungen erhalten ein Trassenwarnband mit Stahleinlage; die Bandenden sind an den Rohrleitungsenden hochzuziehen und innerhalb von Schieber- oder Hydrantenkappen zugänglich zu machen.
Einschränkung

Stahleinlage macht das Band ortbar - eine Anforderung, die über die reine Sichtwarnung nach DIN EN 12613 hinausgeht.

WAZV Werder-Havelland, Richtlinie zur Verlegung von Trinkwasserleitungen, Fassung 05/2025, Abschnitt 4.1 Stimmt etwas nicht?
Schutzstreifen 200 (Schutzstreifen), 100 (Bauwerk) Behörde Für Hausanschlussleitungen bis DN 50 ist ein Schutzstreifen von mindestens 2 m von jeder Überbauung und von tiefwurzelnden Gehölzen freizuhalten; zu Bauwerken sind 100 cm einzuhalten.
Einschränkung

Breitenangabe, keine Tiefe.

WAZV Werder-Havelland, Richtlinie zur Verlegung von Trinkwasserleitungen, Fassung 05/2025, Abschnitt 5 Stimmt etwas nicht?
Schutzstreifen 400 / 600 / 800 / 1000 Netzbetreiber Nach Nennweite gestaffelt werden Schutzstreifen von 4 m bis DN 150, 6 m bis DN 400, 8 m bis DN 600 und 10 m über DN 600 angesetzt.
Einschränkung

Schutzstreifen gelten nach diesem Dokument für übergeordnete Anlagen, für Anlagen ausserhalb der Bebauung und innerorts für Anlagen ausserhalb öffentlicher Verkehrsflächen.

DVGW W 400-1 (A), zitiert in: Stadtwerke Villingen-Schwenningen, Leitungsschutzanweisung, Stand 24.04.2025, Abschnitt 9 Stimmt etwas nicht?
Regelverlegetiefe 100-150 Netzbetreiber Wasserleitungen liegen im Netzgebiet in einer Tiefe von 100 bis 150 cm.
Einschränkung

Deckt sich mit der Spanne, die Greifswald und der WAZV je einzeln als verbindliche Überdeckung festlegen.

enercity Netz, Merkheft für Baufachleute, Stand Oktober 2019, Abschnitt Verlegetiefe und Querschläge Stimmt etwas nicht?
Abstand zu Bewuchs 250 Behörde Baumpflanzungen sind ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen nur in einem Abstand von mindestens 250 cm zulässig; im gleichen Abstand darf die Rohrleitung nicht bepflanzt oder überbaut werden.
Einschränkung

Derselbe Wert erscheint spartenübergreifend, auch für Gas.

DVGW GW 125 (Hinweis), zitiert in: Zweckverband Torgau-Westelbien, Arbeitsblatt Tiefbau in Eigenleistung, Ausgabe 01-2017, Abschnitt 3.3 Stimmt etwas nicht?
Normbezeichnung — Regelwerk Die aktuelle Bau- und Prüfregel für Wasserverteilungsanlagen wurde gegenüber der Vorgängerausgabe von 2004 um alle Ausführungen bereinigt, die bereits im Planungsteil enthalten sind.
Wortlaut und Einschränkung

Planungsvorgaben zur Überdeckung stehen deshalb nicht in diesem Teil, sondern im Planungsarbeitsblatt.

Massgebend für Verlegetiefen ist seit 2022 DVGW W 400-1 (A):2015-02. W 400-2 behandelt laut Inhaltsverzeichnis der Leseprobe Baugruben, Bettung und Verfüllung.

DVGW W 400-2 (A):2022-08, Technische Regeln Wasserverteilungsanlagen (TRWV) - Teil 2: Bau und Prüfung Stimmt etwas nicht?
Normbezeichnung Planung — Verband Das Planungsarbeitsblatt für Trinkwasserverteilung liegt in der 2. Auflage von 2015 vor und gilt für Fern-, Zubringer-, Haupt-, Versorgungs- und Anschlussleitungen.
Einschränkung

Verlagsseite. Die Seite bestätigt Titel, Ausgabestand und Anwendungsbereich, nicht aber die einzelnen Zahlenwerte - der Volltext ist kostenpflichtig.

DVGW W 400-1 (A):2015-02, Technische Regeln Wasserverteilungsanlagen (TRWV) - Teil 1: Planung Stimmt etwas nicht?
Frosttiefe 80 (Mindestwert), 60-120 (empirische Spanne) Fachartikel Die Mindesttiefe für frostfreie Gründungen ist in Deutschland in DIN 1054 geregelt und beträgt dort mindestens 80 cm; regionale Ergänzungserlasse oder meteorologische Erfahrungswerte können höhere Werte vorschreiben.
Wortlaut und Einschränkung

Für Mitteleuropa werden empirische Frostgrenzen zwischen etwa 60 cm und 120 cm genannt.

Vorsicht: DIN 1054 regelt Gründungen, nicht Rohrleitungen. Der Wert von 80 cm ist damit keine Verlegetiefe für Wasserleitungen, sondern nur der Bezugspunkt, an dem sich die Versorger orientieren. Eine amtliche Frosttiefenkarte für Rohrleitungen gibt es nach diesem Artikel nicht.

DIN 1054, wiedergegeben im Wikipedia-Artikel Frosttiefe Stimmt etwas nicht?
Regelverlegetiefe und Überdeckung 100 bis 180 Verband Trinkwasserleitungen liegen mit einer Überdeckung zwischen 1,0 und 1,8 Metern; maßgeblich ist die frostfreie Tiefe.
Einschränkung

Aus der Grafik abgelesen. Deckt sich mit der Angabe der W-Zone in der alten DIN 1998 (1,0 bis 1,8 m).

DGUV Information 203-017, Ausgabe Februar 2019, Abbildung 3 auf Seite 17 Stimmt etwas nicht?
Mindestabstände zu Leitungen und Bauwerken 40 / 40 / 100 / 20 Netzbetreiber Für Trinkwasserleitungen sind einzuhalten: mindestens 0,4 Meter zu Fundamenten und Bauwerken, mindestens 0,4 Meter zu parallel verlaufenden Leitungen, mindestens 1,0 Meter zu Fernleitungen und mindestens 0,2 Meter zu kreuzenden Leitungen.
Wortlaut und Einschränkung

Zu Hochspannungsanlagen gelten die Abstände nach AfK-Empfehlung Nr. 3.

Sekundärzitat mit ausdrücklicher Benennung der Fundstelle im DVGW-Regelwerk. Die Werte 0,4 m parallel und 0,2 m Kreuzung werden von zwei weiteren, unabhängigen Versorgerdokumenten bestätigt (Zweckverband Wasserwerke Westerzgebirge, wvr).

DVGW-Arbeitsblatt W 400-1 und Tabelle Anlage H zu DVGW W 400-2, wiedergegeben in der Verlegerichtlinie der Wasserwerke Greifswald GmbH vom 07.10.2014 Stimmt etwas nicht?
Lage von Trinkwasser- und Abwasserleitung zueinander 100 Netzbetreiber Trinkwasserleitungen sollen grundsätzlich höher liegen als Abwasserkanäle. Ist das nicht möglich, darf ein Mindestabstand von einem Meter nicht unterschritten werden.
Einschränkung

Hygienisch begründet: eine undichte Abwasserleitung über der Trinkwasserleitung ist das Risiko, das diese Regel abfängt. Von wvr und ZWW unabhängig bestätigt.

DVGW-Arbeitsblatt W 400-1, wiedergegeben in der Verlegerichtlinie der Wasserwerke Greifswald GmbH vom 07.10.2014 Stimmt etwas nicht?
Überdeckung von Versorgungs- und Hausanschlussleitungen (Netzgebiet Greifswald) 120 (Hausanschluss), 140 (Versorgungsleitung), Überschreitung höchstens 20 Netzbetreiber Für Trinkwasserhausanschlüsse ist eine Überdeckung von 1,20 Metern zu gewährleisten; für Versorgungsleitungen beträgt sie damit 1,40 Meter und darf nur um höchstens 0,20 Meter überschritten werden.
Einschränkung

Netzbetreibervorgabe, kein Normwert. Interessant ist die Obergrenze: zu tief verlegt ist ebenfalls ein Mangel, weil Reparaturen unwirtschaftlich werden.

Verlegerichtlinie der Wasserwerke Greifswald GmbH vom 07.10.2014, Abschnitt 5.2.1.1 Stimmt etwas nicht?
Trassenwarnband über Trinkwasserleitungen 40 über dem Rohrscheitel Netzbetreiber Alle erdverlegten Trinkwasserleitungen sind mit einem Trassenwarnband zu kennzeichnen, das beim Verfüllen etwa 40 Zentimeter über dem Rohrscheitel eingebaut wird.
Einschränkung

Passt in den von der DGUV genannten Rahmen von 20 bis 40 cm über der Leitung.

Verlegerichtlinie der Wasserwerke Greifswald GmbH vom 07.10.2014, Abschnitt 5.2.2.2.1 Stimmt etwas nicht?
Mindestabstände bei Parallelverlauf (Erschliessungsgebiete) 50 / 100 / 40 / 40 / 20 / 30 Netzbetreiber Liegt die Trinkwasserleitung höher als die Abwasserleitung, ist ein horizontaler lichter Mindestabstand von 0,50 Metern einzuhalten; liegt sie gleich hoch oder tiefer, sind es 1,00 Meter.
Wortlaut und Einschränkung

Zu Schachtbauwerken der Abwasserentsorgung gelten 0,40 Meter, zu Stromleitungen aller Art ebenfalls 0,40 Meter, zu Gasleitungen aus PE 0,20 Meter und zu Gasleitungen aus duktilem Gusseisen 0,30 Meter.

Das Merkblatt nennt DVGW W 400-1 (A) Februar 2015 ausdrücklich als Fussnote zu diesem Abschnitt. Gemeint ist jeweils das lichte Abstandsmass zwischen den Medien.

DVGW-Arbeitsblatt W 400-1 (A), Februar 2015, umgesetzt im Merkblatt der wvr GmbH, Stand 01.04.2019 Stimmt etwas nicht?
Mindestabstände zu Fern- und Nahwärmeleitungen 100 (Zulauf), 50 (Rücklauf) Netzbetreiber Zur Zulaufleitung einer Fern- oder Nahwärmeleitung sind 1,00 Meter, zur Rücklaufleitung 0,50 Meter einzuhalten.
Wortlaut und Einschränkung

Grund ist die Temperatur: Rücklaufleitungen führen 40 bis 45 Grad, Zulaufleitungen bis etwa 75 Grad. Lässt sich kein Drittmedium dazwischenlegen, ist in jedem Fall die Rücklaufleitung parallel zur Wasserleitung zu führen, nicht die heissere Zulaufleitung.

Die Begründung über die Medientemperatur ist hier ungewöhnlich klar dokumentiert und erklärt, warum der Abstand richtungsabhängig ist.

DVGW-Arbeitsblatt W 400-1 (A), Februar 2015, umgesetzt im Merkblatt der wvr GmbH, Stand 01.04.2019 Stimmt etwas nicht?
Mindestabstände bei Kreuzungen 20 / 40 / 50 Netzbetreiber Kreuzungen von Trinkwasserleitungen mit sonstigen Rohrleitungen oder Kabeln sind mit einem Mindestabstand von 0,20 Metern auszuführen, bei überörtlichen Transportleitungen mit 0,40 Metern.
Wortlaut und Einschränkung

Zu Fern- und Nahwärmeleitungen gelten 0,50 Meter. Sind die Abstände nicht einzuhalten, muss direkter Kontakt durch elektrisch nicht leitende Schalen oder Platten verhindert und eine Kraftübertragung ausgeschlossen werden. Bei Kunststoffrohren ist bei Unterschreitung des 0,20-Meter-Abstands zu Stromkabeln eine ausreichende Wärmedämmung vorzusehen.

Bei höher liegenden Abwassersammlern ist die Trinkwasserleitung im Kreuzungsbereich zusätzlich in einem Schutzrohr zu führen.

DVGW-Arbeitsblatt W 400-1 (A), Februar 2015, umgesetzt im Merkblatt der wvr GmbH, Stand 01.04.2019 Stimmt etwas nicht?
Überdeckung und Trassenlage in Erschliessungsgebieten 120 / 140 / 100 / 30 / 50 Netzbetreiber Die Leitungsüberdeckung beträgt nach Fertigstellung des Strassenendausbaus 1,20 Meter; Übertiefen ab 1,40 Metern sind in jedem Fall zu vermeiden.
Wortlaut und Einschränkung

Hausanschlussleitungen werden mit mindestens 1,00 Meter Rohrüberdeckung verlegt. Die Trasse soll nicht unter Rinnenplatten und Bordanlagen liegen, seitlich dazu mindestens 0,3 Meter Abstand halten, mindestens 0,5 Meter Abstand zu Grenzen von Privatgrundstücken einhalten und weder unter Pflanzbeeten noch unter Bäumen liegen.

Netzbetreibervorgabe. Angestrebt wird eine gemeinsame Verlegung von Gas- und Wasserleitung in einem Rohrgraben, wobei die Trinkwasserleitung in der Regel grundstücksseitig angeordnet wird.

Merkblatt der wvr GmbH zur Herstellung von Versorgungsanlagen in Baugebieten, Stand 01.04.2019 Stimmt etwas nicht?
Schutzstreifenbreite nach Nennweite 400 / 600 / 800 / 1000 (Breiten) Behörde Ausserhalb des öffentlichen Strassenlandes richtet sich die Schutzstreifenbreite nach der Nennweite und liegt zentrisch zur Leitung: 4 Meter bis DN 150, 6 Meter über DN 150 bis DN 400, 8 Meter über DN 400 bis DN 600 und 10 Meter über DN 600.
Wortlaut und Einschränkung

Im Schutzstreifen sind Bebauung, Überlagerung, Auf- und Abtrag von Erdmassen, Baumpflanzungen, das Aufstellen schwerer Baugeräte und das Lagern von Schüttgütern unzulässig.

Zweckverband, also öffentlich-rechtlicher Träger. Das Dokument nennt DVGW W 400-1 ausdrücklich als Grundlage der Schutzstreifenbreiten. Bemerkenswert: der Schutzstreifen darf während der Bauphase nicht einmal für die Baustelleneinrichtung genutzt werden.

DVGW-Richtlinie W 400-1, umgesetzt in den Technischen Bedingungen des Zweckverbandes Wasserwerke Westerzgebirge, Stand 07/2018 Stimmt etwas nicht?
Suchschachtung vor dem Einbringen von Trägern und Pfählen 150 Behörde Vor dem Einbringen eines Trägers oder Pfahls muss in jedem Fall eine Suchschachtung von mindestens 1,50 Metern Tiefe hergestellt werden; darüber hinaus ist der Untergrund unter der Suchschachtung mit geeigneten Mitteln zu prüfen.
Wortlaut und Einschränkung

Im unmittelbaren Leitungsbereich ist Handschachtung erforderlich. Suchschlitze sind insbesondere beim Einsatz von Baggern, Erdverdrängungs- und Bohrverfahren unentbehrlich. Meissel, Spitzhacken und Presslufthämmer dürfen nur in zwingenden Fällen verwendet werden.

Eine der wenigen konkreten Tiefenangaben für Suchschachtungen, die ich in Deutschland frei belegen konnte.

Technische Bedingungen zum Schutz von Anlagen des Zweckverbandes Wasserwerke Westerzgebirge bei Aufgrabungen, Stand 07/2018, Abschnitt 6.2 Stimmt etwas nicht?
Lichte Mindestabstände bei Näherung und Kreuzung 40 / 100 / 20 / 50 / 50 Behörde Bei Näherungen und Parallelführungen mit Anlagen Dritter ist ein lichter horizontaler Mindestabstand von 0,40 Metern zu Trinkwasser- und Abwasserdruckleitungen einzuhalten; Abwasserkanäle halten in der Regel 1,0 Meter zu Trinkwasserleitungen.
Wortlaut und Einschränkung

Bei Kreuzungen gilt ein lichter vertikaler Mindestabstand von 0,20 Metern, bei grabenlosen Bauweisen erhöht auf mindestens 0,50 Meter. Kreuzungen sind mindestens 0,50 Meter seitlich von Rohrverbindungen auszuführen.

Der erhöhte Wert von 0,50 m bei grabenlosen Bauweisen ist bemerkenswert - er trägt der geringeren Lagegenauigkeit von Bohrverfahren Rechnung. Wird der Abstand beim Legen von Starkstromkabeln ausnahmsweise unterschritten, ist ein Näherungsschutz aus unbrennbarem, bohr- und schlagfestem, bei metallischen Leitungen zusätzlich elektrisch isolierendem Material einzubauen.

Technische Bedingungen des Zweckverbandes Wasserwerke Westerzgebirge, Stand 07/2018, Abschnitte 7.2 und 7.3 Stimmt etwas nicht?
Bettung von Druckrohrleitungen 10 bzw. 15 (Bettung), 30 (Abdeckung) Behörde Die untere Bettungsschicht muss im verdichteten Zustand unter dem Rohr, den Flanschen, Muffen sowie den An- und Einbauten mindestens 100 Millimeter bei Rohren bis DN 250 und mindestens 150 Millimeter bei grösseren Rohren betragen.
Wortlaut und Einschränkung

Bei Fels, steinigem oder dicht gelagertem Untergrund oder Böden fester Konsistenz sind unabhängig von der Nennweite mindestens 150 Millimeter erforderlich. Die Abdeckung über dem Rohr muss im Regelfall mindestens 300 Millimeter betragen.

Die Werknorm benennt für jeden Wert ausdrücklich die Fundstelle: die Bettungsdicke nach DVGW W 400-2, die Fels-Regel nach DIN EN 1610, die Abdeckung nach DVGW W 400-2. Bettung Typ 2 nach DIN EN 1610 findet bei Druckrohren keine Anwendung; Punktlagerungen sind unzulässig.

DVGW W 400-2 (A) und DIN EN 1610, umgesetzt in Werknorm WN 412:2018-06 der Berliner Wasserbetriebe Stimmt etwas nicht?
Stimmt etwas nicht?

Abwasser/Kanal

4 Angaben · alle mit Maß · DGUV Information 203-017, DIN EN 1610, ZTV E-StB 09 und DIN EN 1610

Alle 4 Angaben mit Fundstelle
Belegte Tiefenangaben für Abwasser/Kanal in Deutschland
WasAngabeHerkunft Worum es gehtFundstelle
Regelverlegetiefe und Überdeckung 130 bis 200 Verband Abwasserkanäle liegen mit 1,3 bis 2,0 Metern am tiefsten aller Sparten im Regelquerschnitt und werden üblicherweise in der Fahrbahn geführt.
Einschränkung

Aus der Grafik abgelesen. Die tatsächliche Tiefe eines Kanals folgt dem Gefälle und kann diesen Bereich erheblich überschreiten - der Wert ist eine Regelangabe für die Planung, keine Obergrenze.

DGUV Information 203-017, Ausgabe Februar 2019, Abbildung 3 auf Seite 17 Stimmt etwas nicht?
Bettung nach DIN EN 1610 - untere Bettungsschicht 10 plus DN/100 in cm; im Fels mindestens 15 Behörde Die Dicke der unteren Bettungsschicht bei der Regelausführung Bettung Typ 1 ergibt sich als 100 Millimeter zuzüglich einem Zehntel der Nennweite in Millimetern.
Wortlaut und Einschränkung

Bei Fels, steinigem oder dicht gelagertem Untergrund sowie bei Böden fester Konsistenz sind es 100 Millimeter zuzüglich einem Fünftel der Nennweite, mindestens jedoch 150 Millimeter.

Berliner Wasserbetriebe sind eine Anstalt öffentlichen Rechts. Die Werknorm gibt die Bemassungsregeln der DIN EN 1610 wieder. Bei Bettung Typ 2 und 3 bildet der gewachsene Boden die untere Bettungsschicht.

DIN EN 1610, umgesetzt in Regelblatt 15 der Berliner Wasserbetriebe, Februar 2016 Stimmt etwas nicht?
Bettung nach DIN EN 1610 - obere Bettungsschicht und Abdeckung 30 (Abdeckung), mindestens 10 über der Rohrverbindung Behörde Die obere Bettungsschicht ergibt sich aus dem Auflagerwinkel: bei biegesteifen Rohren mit 90 Grad Auflagerwinkel etwa 15 Prozent des Rohraussendurchmessers, bei biegeweichen Rohren mit 180 Grad der halbe Aussendurchmesser.
Wortlaut und Einschränkung

Die Abdeckung über dem Rohrscheitel beträgt 300 Millimeter, mindestens jedoch 100 Millimeter über der Rohrverbindung.

Die genannten Auflagerwinkel gelten laut Werknorm ausschließlich für die Bauausführung; für die statische Berechnung werden teils abweichende Werte angesetzt.

DIN EN 1610, umgesetzt in Regelblatt 15 der Berliner Wasserbetriebe, Februar 2016 Stimmt etwas nicht?
Grösstkorn in Leitungszone und Hauptverfüllung 2,2 (Leitungszone); 30 als eine der drei Obergrenzen der Hauptverfüllung Behörde Die gesamte Leitungszone darf nach ZTV E-StB keine Bestandteile größer als 22 Millimeter enthalten.
Wortlaut und Einschränkung

Die Hauptverfüllung darf nach DIN EN 1610 keine Bestandteile enthalten, die größer sind als 300 Millimeter, als die Dicke der Abdeckung oder als die Hälfte der zu verdichtenden Schicht - massgebend ist der jeweils geringere Wert.

Zugelassen sind für die Leitungszone Sande, stark sandige Kiese, sandige Kiese mit Sandanteil über 15 Prozent und Ungleichförmigkeitszahl ab 3 sowie Brechsand-Splitt-Gemische mit Grösstkorn 11 Millimeter bei Rohren unter DN 900 und 20 Millimeter ab DN 1000.

ZTV E-StB 09 und DIN EN 1610, umgesetzt in Regelblatt 15 der Berliner Wasserbetriebe, Februar 2016 Stimmt etwas nicht?
Stimmt etwas nicht?

Fernwärme

16 Angaben · 15 davon mit Maß · AGFW FW 401 Teil 12, BRUGG Pipes, DGUV Information 203-017, Stadtwerke Villingen-Schwenningen und 1 weitere

Alle 16 Angaben mit Fundstelle
Belegte Tiefenangaben für Fernwärme in Deutschland
WasAngabeHerkunft Worum es gehtFundstelle
Mindestüberdeckung 80 Netzbetreiber Die Trasse wird oberflächennah in offener Bauweise mit einer Mindestüberdeckung von 80 cm verlegt, gemessen ab Oberkante Mantelrohr. Massgebend für die Höhenlage sind dabei die Abzweige.
Einschränkung

Der Bezugspunkt ist wichtig: gemessen wird bis zur Oberkante des Kunststoffmantelrohrs, nicht bis zum Stahlmediumrohr.

SWE Energie, Richtlinie für die Planung und Bauausführung an Fernwärmeversorgungsanlagen, Stand 29.02.2024 Stimmt etwas nicht?
Mindestüberdeckung 60 Netzbetreiber Im Heizbetrieb ist eine Überdeckungshöhe von mindestens 60 cm einzuhalten.
Einschränkung

Dieselbe Anweisung warnt, dass eine Verringerung oder Erhöhung der bestehenden Erdüberdeckung die Rohrstatik verändert - bei vorgespannten Leitungen droht Ausknicken.

Stadtwerke Villingen-Schwenningen, Leitungsschutzanweisung, Stand 24.04.2025, Abschnitt 5.5 Stimmt etwas nicht?
Regelverlegetiefe 60-150, im Einzelfall bis 900 Netzbetreiber Fernwärmeleitungen können in einer Tiefe von 60 bis 150 cm liegen, im Einzelfall bis 900 cm.
Einschränkung

Die 900 cm sind kein Planungswert, sondern der Hinweis auf tiefliegende Sonderbauwerke im Bestand eines grossstädtischen Netzes.

enercity Netz, Merkheft für Baufachleute, Stand Oktober 2019, Abschnitt Verlegetiefe und Querschläge Stimmt etwas nicht?
Mindestüberdeckung Kunststoffmantelrohr 80 (Empfehlung), 60 (Mindestwert) Hersteller Der Systemhersteller empfiehlt 80 cm Überdeckung ab Rohrscheitel, was vielerorts zugleich der kritischen Tiefe für Bodenfrost entspricht.
Wortlaut und Einschränkung

Wird eine Mindestüberdeckung von 60 cm unterschritten, sind Schutzmaßnahmen für die Rohre erforderlich.

Herstellerhandbuch eines Schweizer Anbieters, das sich an SN EN 13941-2 anlehnt. Die Werte decken sich mit den deutschen Netzbetreiberangaben (60 bis 80 cm), sind aber keine deutsche Regelwerksfundstelle.

BRUGG Pipes, Planungshandbuch premant, Fassung 13.04.2026, Abschnitt 0.400 Grabenabmessungen und Tiefbau Stimmt etwas nicht?
Abstand zu anderen Leitungen 50/100, 30/100, 30/50, 30/30, 30/50-100 Netzbetreiber Bei Kreuzungen und Näherungen gelten zu Abwasser 50 cm kreuzend und 100 cm parallel, zu Erdgas 30 und 100 cm, zu Kabeln unter 10 kV 30 und 50 cm, zur Kommunikation 30 und 30 cm sowie zu Wasser 30 cm kreuzend und 50 bis 100 cm parallel.
Wortlaut und Einschränkung

Zu Schächten sind mindestens 50 cm zu halten.

Kreuzungen sind nach derselben Richtlinie in einem Winkel größer 45 Grad auszuführen; schleifende Kreuzungen mit Überbau sind unzulässig.

SWE Energie, Richtlinie für die Planung und Bauausführung an Fernwärmeversorgungsanlagen, Stand 29.02.2024, Tabelle 2 Stimmt etwas nicht?
Rohrgraben 20 / 30 Netzbetreiber Zwischen den Mantelrohren sind 20 cm einzuhalten bei Nennweiten unter DN 200 beziehungsweise DA 315, und 30 cm ab dieser Grösse.
Einschränkung

In Bereichen von Armaturen, Bögen und Dehnpolstern ist der Graben zusätzlich um das Maß der Dehnpolsterdicke breiter zu bemessen.

SWE Energie, Richtlinie für die Planung und Bauausführung an Fernwärmeversorgungsanlagen, Stand 29.02.2024 Stimmt etwas nicht?
Bettung 10 (Auflager), 10 (über Rohrscheitel) Netzbetreiber Als Rohrauflager dient eine im verdichteten Zustand 10 cm starke Schicht Natursand der Körnung 0/2, dazu Hartschaumbalken im Abstand von mindestens 2 m.
Wortlaut und Einschränkung

Die Leitungszone wird mindestens 10 cm über Rohrscheitel mit demselben Sand aufgefüllt.

In die Leitungszone ist stets ein Fernmeldekabel mitzuverlegen.

SWE Energie, Richtlinie für die Planung und Bauausführung an Fernwärmeversorgungsanlagen, Stand 29.02.2024 Stimmt etwas nicht?
Kennzeichnung 30 (Band über Leitung), 20 (erste Fülllage) Netzbetreiber Das Trassenwarnband wird je Rohrleitung etwa 30 cm oberhalb der Fernwärmeleitung in die erste Fülllage eingelegt, über dem fertigen Sandbett und einer ersten Fülllage von 200 mm, jeweils in 12-Uhr-Position von Vor- und Rücklauf.
Wortlaut und Einschränkung

Die Aufschrift weist auf die Fernheizleitung hin.

Anders als bei Gas und Wasser bekommt hier jede der beiden Leitungen ein eigenes Band.

SWE Energie, Richtlinie für die Planung und Bauausführung an Fernwärmeversorgungsanlagen, Stand 29.02.2024 Stimmt etwas nicht?
Verfüllung 30 / 60 Netzbetreiber Maschinelle Verdichtungsgeräte dürfen erst ab mindestens 30 cm Überdeckung über dem Rohrscheitel eingesetzt werden, Vibrationswalzen erst ab 60 cm. SWE Energie, Richtlinie für die Planung und Bauausführung an Fernwärmeversorgungsanlagen, Stand 29.02.2024 Stimmt etwas nicht?
Abstand zu anderen Leitungen 60/60, 70-150 bei langer Parallelführung Netzbetreiber Zwischen einem 20-kV-Kabel und einer Fernwärmeleitung sind 60 cm horizontal und 60 cm vertikal einzuhalten; bei Parallelführung über 5 m Länge steigt der Wert zwischen mehreren Kabeln und Fernwärme auf 70 bis 150 cm.
Einschränkung

Der größere Abstand zum Mittelspannungskabel folgt aus der thermischen Belastung, nicht aus mechanischen Gründen.

AGFW FW 401 und DVGW-Arbeitsblätter, zitiert in: Stadtwerke Villingen-Schwenningen, Leitungsschutzanweisung, Stand 24.04.2025, Abschnitt 8 Stimmt etwas nicht?
Normbezeichnung — Verband Der Tiefbauteil des Regelwerks für Kunststoffmantelrohre liegt in der Ausgabe 2022-10 vor.
Wortlaut und Einschränkung

Er behandelt Bauablauf, Erstellung des Grabens, Bettung der Rohre und Verfüllen und gilt für direkt erdverlegte Kunststoffmantelrohre mit Stahlmediumrohren von DN 20 bis DN 800 bei 120 Grad Dauerbetrieb und Spitzen bis 140 Grad.

Produktseite des AGFW-Vertriebs. Die statische Auslegung mit zulässigen Überdeckungshöhen liegt in den Teilen 10 und 11.

AGFW FW 401 Teil 12:2022-10, Kunststoffmantelrohre (KMR) als Verlegesystem der Fernwärme - Organisation der Bauausführung, Tiefbau Stimmt etwas nicht?
Regelverlegetiefe und Überdeckung 120 Verband Fernwärmeleitungen werden mit einer Regelüberdeckung von 1,2 Metern angesetzt.
Einschränkung

Aus der Grafik abgelesen. Netzbetreiber setzen in der Praxis niedriger an (SWE Erfurt: 0,8 m auf Oberkante Mantelrohr) - hier weichen Regelangabe und Betriebspraxis erkennbar voneinander ab.

DGUV Information 203-017, Ausgabe Februar 2019, Abbildung 3 auf Seite 17 Stimmt etwas nicht?
Mindestüberdeckung von Kunststoffmantelrohren 80 Netzbetreiber Die Verlegung erfolgt oberflächennah in offener Bauweise mit einer Mindestüberdeckung von 0,8 Metern, bezogen auf die Oberkante des Mantelrohrs. Massgebend sind dabei die Abzweige.
Einschränkung

Netzbetreibervorgabe. Weicht deutlich von der Regelangabe der DGUV-Übersicht (1,2 m) ab - die Regeltiefe für Fernwärme legt der jeweilige Netzbetreiber fest.

Richtlinie für Planung und Bauausführung an Fernwärmeversorgungsanlagen der SWE Energie GmbH, Stand 29.02.2024, Abschnitt 4.1 Stimmt etwas nicht?
Abstände bei Kreuzung und Parallelführung Kreuzung 30 bis 50, parallel 30 bis 100 Netzbetreiber Zu Fernwärmeleitungen sind bei Kreuzung und Parallelführung einzuhalten: Abwasser 0,5 beziehungsweise 1,0 Meter, Schächte mindestens 0,5 Meter, Erdgas 0,3 beziehungsweise 1,0 Meter, Kabel unter 10 kV 0,3 beziehungsweise 0,5 Meter, Kommunikationsleitungen 0,3 beziehungsweise 0,3 Meter und Wasser 0,3 beziehungsweise 0,5 bis 1,0 Meter.
Wortlaut und Einschränkung

Kreuzungen sind grundsätzlich in einem Winkel größer 45 Grad auszuführen; schleifende Kreuzungen mit Überbau sind unzulässig.

Netzbetreibervorgabe. Die vollständigste frei zugängliche Abstandstabelle für die Sparte Fernwärme, die ich finden konnte - das AGFW-Regelwerk FW 401 selbst ist kostenpflichtig.

Richtlinie für Planung und Bauausführung an Fernwärmeversorgungsanlagen der SWE Energie GmbH, Stand 29.02.2024, Tabelle 2 Stimmt etwas nicht?
Bettung, Abstände im Graben und Trassenwarnband 10 (Auflager), 10 (über Scheitel), 30 (Warnband), 20 bzw. 30 (zwischen Mantelrohren) Netzbetreiber Als Rohrauflager dient eine im verdichteten Zustand 10 Zentimeter starke Schicht Natursand der Körnung 0/2, dazu Hartschaumbalken im Verlegeabstand von mindestens 2 Metern.
Wortlaut und Einschränkung

Eingesandet wird mindestens 10 Zentimeter über Rohrscheitel, ebenfalls verdichtet. In der ersten Fülllage wird je Rohrleitung ein Trassenwarnband etwa 30 Zentimeter oberhalb eingebaut. Zwischen den Mantelrohren sind 20 Zentimeter Abstand einzuhalten, ab DN 200 beziehungsweise DA 315 30 Zentimeter. Die umlaufende Sandbettung beträgt mindestens 10 Zentimeter.

Die Richtlinie verweist für die Grabensicherung ausdrücklich auf DIN 4124 und für die statische Auslegung auf AGFW FW 401 Teil 11.

Richtlinie für Planung und Bauausführung an Fernwärmeversorgungsanlagen der SWE Energie GmbH, Stand 29.02.2024, Abschnitt 4.2 Stimmt etwas nicht?
Einsatz von Verdichtungsgeräten über der Leitung 30 bzw. 60 Netzbetreiber Mit maschinellen Verdichtungsgeräten darf erst ab mindestens 30 Zentimetern Überdeckung über dem Rohrscheitel begonnen werden, bei Vibrationswalzen erst ab 60 Zentimetern.
Einschränkung

Netzbetreibervorgabe, aber praktisch auf andere Sparten übertragbar: Rüttelplatte und Walze sind für eine frisch verlegte Leitung eine reale Gefahr.

Richtlinie für Planung und Bauausführung an Fernwärmeversorgungsanlagen der SWE Energie GmbH, Stand 29.02.2024 Stimmt etwas nicht?
Stimmt etwas nicht?

Telekommunikation

39 Angaben · 31 davon mit Maß · ATB-BeStra, DGUV Information 203-017, DIN 18220, M Trenching

Alle 39 Angaben mit Fundstelle
Belegte Tiefenangaben für Telekommunikation in Deutschland
WasAngabeHerkunft Worum es gehtFundstelle
Regelverlegetiefe von Telekommunikationskabeln 60 (bis 120 und mehr) Behörde Telekommunikationskabel und -leitungen werden in der Regel 60 cm tief verlegt.
Wortlaut und Einschränkung

Im Straßenbereich können je nach Einsatzbereich Mindestüberdeckungen bis zu 1,20 m oder mehr nötig sein; maßgeblich sind dort die Allgemeinen Technischen Bestimmungen für die Benutzung von Straßen durch Leitungen und Telekommunikationslinien.

Diese Broschüre ist inhaltlich überholt: Sie bezieht sich noch auf Paragraf 68 TKG alter Fassung, und DIN 18220 gab es 2018 noch nicht. Die 60 cm als Referenztiefe und die Verfahrensbeschreibungen sind aber weiterhin die verbreitete Grundlage. Ich habe den Kopf der PDF nicht auf einer Bundesseite, sondern auf der Seite eines kommunalen Zweckverbands gelesen; das Impressum weist das BMVI als Herausgeber aus.

Broschüre 'Verlegetechniken für den Breitbandausbau', Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Stand Januar 2018; verweist auf ATB-BeStra 2008 Stimmt etwas nicht?
Mindestüberdeckung nach den Vertragsbedingungen des größten Netzbetreibers 50 Behörde Nach den Zusätzlichen Technischen Vertragsbedingungen der Deutschen Telekom beträgt die Mindestüberdeckung 50 cm.
Wortlaut und Einschränkung

Sie ist so zu wählen, dass die Leitungszone nicht in den Oberbau der Straße hineinragt.

Unternehmensregelwerk; die Zahl stammt aus der Fussnote der Bundesbroschüre.

ZTV-TKNetz 10 der Deutschen Telekom AG, zitiert in der BMVI-Broschüre 'Verlegetechniken für den Breitbandausbau', Stand Januar 2018 Stimmt etwas nicht?
Längsverlegung ausserhalb der Ortsdurchfahrt, Regelfall 50 Behörde Im Regelfall liegen längs verlegte Telekommunikationslinien ausserhalb der Ortsdurchfahrt am äusseren Rand des Strassengrundstücks mit einer Mindestüberdeckung von 0,5 m.
Wortlaut und Einschränkung

Mindestüberdeckung meint dabei den Abstand zwischen Oberkante der Verkehrsfläche bzw. des Geländes und der Oberkante der Leitung oder des Schutzrohrs.

Die Behörde bezeichnet die Werte ausdrücklich als Richtwerte und gibt sie ohne Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit wieder. Je nach Einzelfall können höhere oder geringere Werte geboten sein. Das ist ein Zitat aus zweiter Hand, der ATB-BeStra-Originaltext liegt mir nicht vor.

ATB-BeStra, Abschnitt 3.1.3 (1, 3) und Abschnitt 2 (5), wiedergegeben in der Arbeitshilfe der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Stand 11.03.2022 Stimmt etwas nicht?
Längsverlegung im Bankett ausserhalb der Ortsdurchfahrt 120 Behörde Die Verlegung im Bankett ist nur zulässig, wenn der Raum sonst nicht ausreicht.
Ganzer Wortlaut

Dann gilt eine Mindestüberdeckung von 1,20 m, die je nach vorhandener oder geplanter Strassenausstattung angepasst werden kann.

ATB-BeStra, Abschnitt 3.1.3 (4), wiedergegeben in der Arbeitshilfe der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Stand 11.03.2022 Stimmt etwas nicht?
Längsverlegung innerhalb der Ortsdurchfahrt in Gehweg, Radweg und Seitenraum Oberbau + 10, mindestens 50 Behörde Innerhalb der Ortsdurchfahrt wird regelmässig im Gehweg, Radweg oder sonstigen Seitenraum verlegt.
Wortlaut und Einschränkung

Die Mindestüberdeckung ergibt sich aus der Dicke des Oberbaus plus 10 cm, beträgt aber mindestens 50 cm.

Das ist der zentrale Unterschied zur österreichischen Systematik: In Deutschland ist die Mindestüberdeckung im Ortsbereich an die Oberbaudicke nach RStO gekoppelt. Die Leitung muss unterhalb des Oberbaus liegen.

ATB-BeStra, Abschnitt 2 (5) und 3.1.3 (2), wiedergegeben in der Arbeitshilfe der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Stand 11.03.2022 Stimmt etwas nicht?
Längsverlegung innerhalb der Ortsdurchfahrt in der Fahrbahn Oberbau + 10, mindestens 50 Behörde Die Verlegung in der Fahrbahn ist die Ausnahme und nur bei nachgewiesener Unzumutbarkeit anderer Lösungen zulässig. Auch dort gilt Oberbaudicke plus 10 cm, mindestens jedoch 50 cm. ATB-BeStra, Abschnitt 3.1.3 (1) und (2), wiedergegeben in der Arbeitshilfe der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Stand 11.03.2022 Stimmt etwas nicht?
Kreuzung in offener Bauweise 120 bzw. Oberbau + 10 Behörde Bei Kreuzungen in offener Bauweise gilt für Bundesstraßen und zweibahnige Landesstraßen ausserhalb der Ortsdurchfahrt eine Mindestüberdeckung von 1,2 m; ein Unterschreiten ist nur in begründeten Ausnahmefällen mit angemessenen Schutzmaßnahmen zulässig.
Ganzer Wortlaut

Für einbahnige Landesstraßen und Kreisstrassen ausserhalb der Ortsdurchfahrt sowie für alle Straßen innerhalb der Ortsdurchfahrt gilt Oberbaudicke plus 10 cm.

ATB-BeStra, Abschnitt 3.1.2, wiedergegeben in der Arbeitshilfe der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Stand 11.03.2022 Stimmt etwas nicht?
Kreuzung in geschlossener (grabenloser) Bauweise unter mehrbahnigen Bundesstraßen 200 bzw. 150 Behörde Unter mehrbahnigen Bundesstraßen beträgt die Mindestüberdeckung ausserhalb der Ortsdurchfahrt 2,0 m.
Ganzer Wortlaut

Innerhalb der Ortsdurchfahrt gelten ebenfalls 2,0 m, jedoch reichen 1,5 m bei Verdrängungsverfahren bis 100 mm Aussendurchmesser und bei Bodenentnahmeverfahren bis 220 mm Aussendurchmesser.

ATB-BeStra Abschnitt 3.1.2 sowie DWA-A 125 (mit Korrekturblatt Juni 2014) und DVGW GW 304 (mit Beiblatt GW 304-B1 (A), Dezember 2012), jeweils Abschnitt 9.5/6.1.2 - wiedergegeben in der Arbeitshilfe der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Stand 11.03.2022 Stimmt etwas nicht?
Titel und Ausgabestand der Trenching-Norm — Regelwerk Die Norm heißt 'Trenching-, Fräs- und Pflugverfahren zur Legung von Leerrohrinfrastrukturen und Glasfaserkabeln für Telekommunikationsnetze' und hat den Ausgabestand August 2023.
Wortlaut und Einschränkung

Sie enthält Systemskizzen mit Mindestüberdeckung, Legeraum und Asphaltrestdicke sowie Regelquerschnitte.

Normendatenbank; die konkreten Zahlenwerte der Tabellen liegen hinter der Bezahlschranke. Die Zahlen weiter unten stammen aus der frei zugänglichen amtlichen Anwendungshilfe, die die Norm auszugsweise wiedergibt.

DIN 18220:2023-08 Stimmt etwas nicht?
Anwendungsbereich der DIN 18220 und Abgrenzung zum Leitungsgraben 30 (Breitengrenze) Behörde Die DIN 18220 gilt für Schlitze mit weniger als 30 cm Breite.
Wortlaut und Einschränkung

Bei Gräben ab 30 cm Breite sind stattdessen die Zusätzlichen Technischen Vertragsbedingungen und Richtlinien für Aufgrabungen in Verkehrsflächen anzuwenden.

Diese amtliche Anwendungshilfe ist der ergiebigste frei zugängliche Zugang zu den Zahlenwerten der DIN 18220. Sie ersetzt die Norm nicht, gibt aber die Kernwerte für die Baustellenpraxis wieder.

DIN 18220:2023-08, wiedergegeben in 'Glasfasernetze - Anwendungshilfe zur DIN 18220', Bundesministerium für Digitales und Verkehr, Stand März 2025 Stimmt etwas nicht?
Schleifverfahren im gebundenen Oberbau, Mindestüberdeckung und Asphaltrestdicke 3 unter Asphaltdecke; Restdicke 7,5 bzw. 4,5 Behörde Beim Schleifen im gebundenen Oberbau muss die Überdeckung mindestens 3 cm unterhalb der Unterkante der Asphaltdecke betragen.
Wortlaut und Einschränkung

Zusätzlich sind Asphaltrestdicken einzuhalten: 7,5 cm bei Belastungsklasse 1,8 und 4,5 cm bei Belastungsklasse 1,0. Die Schlitzbreite liegt zwischen 1,5 cm und 11 cm.

Das ist der flachste in Deutschland genormte Legefall überhaupt: Die Glasfaser liegt hier innerhalb der Asphaltschichten, nicht im Untergrund. Antwort auf die Frage nach den Mindertiefen im Kern.

DIN 18220:2023-08, Abschnitt 5.2.1.2 und 4.2 sowie Tabelle 2, wiedergegeben in 'Glasfasernetze - Anwendungshilfe zur DIN 18220', BMDV, Stand März 2025 Stimmt etwas nicht?
Schleifverfahren, Lage im Querschnitt und Abstände zu Einbauten 50 (Abstand) Behörde In der Fahrbahn wird grundsätzlich in der Fahrstreifenmitte zwischen den Rollspuren geschliffen.
Ganzer Wortlaut

In Geh- und Radwegen grundsätzlich in der Wegmitte, jedoch mindestens 50 cm vom Rand der Verkehrsflächenbefestigung entfernt. Zu Bordsteinen und Schächten sind mindestens 50 cm einzuhalten.

DIN 18220:2023-08, Abschnitt 5.2.1.2 und 4.2, wiedergegeben in 'Glasfasernetze - Anwendungshilfe zur DIN 18220', BMDV, Stand März 2025 Stimmt etwas nicht?
Fräsverfahren in der Fahrbahn, Mindestüberdeckung 10 unterhalb des gebundenen Oberbaus Behörde Beim Fräsen in der Fahrbahn wird grundsätzlich in der Fahrstreifenmitte zwischen den Rollspuren gearbeitet.
Ganzer Wortlaut

Die Mindestüberdeckung beträgt mindestens 10 cm unterhalb des gebundenen Oberbaus. Derselbe Wert gilt allgemein für das Fräsverfahren; zu Einbauten wie Bordsteinen, Schächten und Rinnen sind in allen Flächenarten mindestens 50 cm einzuhalten.

DIN 18220:2023-08, Abschnitt 5.2.2 und 4.2, wiedergegeben in 'Glasfasernetze - Anwendungshilfe zur DIN 18220', BMDV, Stand März 2025 Stimmt etwas nicht?
Fräsverfahren ausserhalb der Fahrbahn, leitungsfreie Zone und Bankettausnahme 50; leitungsfreie Zone 150; Abstand 10; Fräsbereich 25 Behörde Ausserhalb der Fahrbahn gilt von 0 bis 1,50 m horizontal ab der Fahrbahnkante eine leitungsfreie Zone.
Wortlaut und Einschränkung

Ausnahme ist das Fräsen direkt neben der Fahrbahnkante im Bankett: Der Abstand darf höchstens 10 cm betragen, der zulässige Fräsbereich höchstens 25 cm, und die Mindestüberdeckung muss mindestens 50 cm betragen.

Die leitungsfreie Zone von 1,50 m entlang der Fahrbahnkante ist die deutsche Entsprechung zu den österreichischen Bankettregelungen. Das FGSV-Merkblatt verweist für Fräsarbeiten im Bankett ausdrücklich auf die österreichische RVS 03.08.12 'Schlitzgräben im Bankett'.

DIN 18220:2023-08, Abschnitt 5.2.2 und 4.2, wiedergegeben in 'Glasfasernetze - Anwendungshilfe zur DIN 18220', BMDV, Stand März 2025 Stimmt etwas nicht?
Fräsverfahren, Schlitzmasse in befestigten und unbefestigten Flächen 30-60 befestigt / 40-120 unbefestigt Behörde Es werden Rechteckprofile hergestellt: in befestigten Oberflächen 5 bis 15 cm breit und 30 bis 60 cm tief, in unbefestigten Oberflächen mindestens 15 cm breit und 40 bis 120 cm tief.
Einschränkung

Das sind Schlitzmasse, nicht Überdeckungen. Die Überdeckung ergibt sich aus der Schlitztiefe abzüglich Rohrdurchmesser und Bettung.

DIN 18220:2023-08, Abschnitt 5.2.2.6, wiedergegeben in 'Glasfasernetze - Anwendungshilfe zur DIN 18220', BMDV, Stand März 2025 Stimmt etwas nicht?
Pflugverfahren, Einsatzbereich und Mindestabstände 150 bzw. 100 (Abstand) Behörde Gepflügt wird ausschließlich ausserhalb der Strassenkrone und nur in unbefestigten Oberflächen.
Ganzer Wortlaut

Der horizontale Mindestabstand zur Verkehrsflächenbefestigung beträgt grundsätzlich mindestens 1,5 m. Bei Straßen und Wegen mit gebundenem Oberbau, die in der RStO 12 nicht genannt sind, genügen 1,0 m horizontaler Abstand zur Aussenkante der Strassenkrone.

DIN 18220:2023-08, Abschnitt 5.2.3.2 und 4.2, wiedergegeben in 'Glasfasernetze - Anwendungshilfe zur DIN 18220', BMDV, Stand März 2025 Stimmt etwas nicht?
Pflugverfahren, Mindestüberdeckung je Geländeart 50 Gelände / 80 Mulde und Graben / 10 unter Planum bei Wirtschaftswegen Behörde Beim Pflügen gilt im Gelände eine Mindestüberdeckung von mindestens 50 cm, in Mulden und Gräben von mindestens 80 cm und bei Wegen mit Deckschicht ohne Bindemittel, etwa Wirtschaftswegen, von mindestens 10 cm unter dem Planum.
Wortlaut und Einschränkung

Straßenkörper und Einbauten dürfen nicht beeinträchtigt werden.

Die 80 cm in Mulde und Graben sind die Antwort auf dieselbe Gefahr, die der 110-kV-Erläuterungsbericht mit 1,75 m Überdeckung unter Gräben adressiert: Auswaschung bei Starkregen.

DIN 18220:2023-08, Abschnitt 5.2.3.2 und 4.2, wiedergegeben in 'Glasfasernetze - Anwendungshilfe zur DIN 18220', BMDV, Stand März 2025 Stimmt etwas nicht?
Trassenwarnband beim Pflugverfahren — Behörde Beim Pflügen gehört die Legung des Trassenwarnbands zu den Arbeitsschritten der Schlitzherstellung: Pflugschwert einstechen, Schlitz öffnen, Leerrohre einbringen, Trassenwarnband legen.
Wortlaut und Einschränkung

Eine Verfüllung des Schlitzes findet nicht statt; die oberen Erdschichten werden verdichtet und geschlossen.

Hier nennt ein deutsches Regelwerk die Kennzeichnung mit Trassenwarnband als verbindlichen Arbeitsschritt eines Verlegeverfahrens.

DIN 18220:2023-08, Abschnitt 5.2.3.6 und 5.2.3.3, wiedergegeben in 'Glasfasernetze - Anwendungshilfe zur DIN 18220', BMDV, Stand März 2025 Stimmt etwas nicht?
Einmessgenauigkeit und Dokumentationsdichte 10 bzw. 5 (Genauigkeit) Behörde Die Einmessung erfolgt am offenen Schlitz während der Bauausführung mit einer Standardabweichung von 10 cm.
Wortlaut und Einschränkung

Bei mindertiefer Legung im Bereich der Strassenkrone, also Bankett plus Fahrbahn plus Bankett, ist die Standardabweichung auf 5 cm reduziert. Der oberste Rohrscheitelpunkt wird dreidimensional mit einem Abstand von höchstens 20 m entlang der Leitungsachse eingemessen.

Der Gegenwert für die flachere Lage: Je flacher gelegt wird, desto genauer muss dokumentiert werden.

DIN 18220:2023-08 in Verbindung mit ATB-BeStra, wiedergegeben in 'Glasfasernetze - Anwendungshilfe zur DIN 18220', BMDV, Stand März 2025 Stimmt etwas nicht?
Mindertiefe unterhalb des gebundenen Oberbaus nach dem FGSV-Merkblatt 10 Scheiteluberdeckung unter Planum; mindestens 10 unter gebundenem Oberbau Verband Die Trench- oder Frästiefe ist so zu wählen, dass die verlegten Medien einschließlich einer 10 cm dicken Scheiteluberdeckung unterhalb des Planums liegen.
Wortlaut und Einschränkung

Ist das örtlich nicht möglich, kann die Legung direkt unterhalb des gebundenen Oberbaus im Einzelfall mit dem Wegebaulastträger vereinbart werden; dann sollte die Mindestüberdeckung unterhalb des gebundenen Oberbaus der Schlitzbreite entsprechen, mindestens aber 10 cm betragen, und Entwässerung sowie Frostsicherheit und Tragfähigkeit des Verfüllbaustoffs müssen sichergestellt sein.

Offenlegung zur Quelle: Das FGSV-Merkblatt ist kostenpflichtig. Gelesen habe ich ein eingescanntes, auf eine Stadtverwaltung personalisiertes Exemplar, das als Anlage zu einer Gemeinderatsvorlage öffentlich abrufbar ist. Der Scan trägt einen Copyright-Vermerk der FGSV. Die Zahl ist eine Tatsache und hier in eigenen Worten wiedergegeben; wer sie zitieren will, sollte das Merkblatt beim FGSV-Verlag beziehen.

M Trenching - Merkblatt für die Anwendung von Trenching-, Fräs- und Pflugverfahren bei der Legung von Glasfaserkabeln bzw. Leerrohrinfrastrukturen in Verkehrsflächen, FGSV, Ausgabe 2022, Abschnitt 3.1 Stimmt etwas nicht?
Abgrenzung Schlitz und Leitungsgraben, Einsatzbereiche der Verfahren 30 (Breitengrenze) Verband Das FGSV-Merkblatt definiert den Leitungsgraben als maschinell hergestellten Bereich mit einer Breite ab 30 cm und den Schlitz als solchen mit weniger als 30 cm Breite.
Wortlaut und Einschränkung

Das Pflugverfahren kommt ausschließlich in unbefestigten Oberflächen zum Einsatz. Bei Trenching- und Fräsverfahren wird vorrangig im Bereich der Geh- und Radwege gelegt; nur wenn das nicht möglich ist, wird die Längsverlegung in der Fahrbahn geprüft. Bei Straßenquerungen, Hausanschlüssen, Kreuzungen anderer Versorgungsleitungen und bei Mitverlegung mit anderen Gewerken werden die Leitungsgräben in der jeweiligen Regeltiefe im konventionellen Tiefbau hergestellt.

Siehe Hinweis zur Quelle beim vorigen Eintrag. Wichtig: Mindertiefe endet an der Strassenquerung - dort wird wieder regeltief gebaut.

M Trenching, FGSV, Ausgabe 2022, Abschnitte 2 und 3.1 Stimmt etwas nicht?
Definition Mindertiefe und Ausschlussflächen — Verband Mindertiefe bedeutet die Legung oberhalb der Regeltiefe nach ATB-BeStra oder, bei Aufbauten nach RStO, oberhalb des Planums; die Mindestüberdeckung ist dabei einzuhalten.
Wortlaut und Einschränkung

In hochwertig gestalteten Verkehrsflächen wie Stadtplätzen ist die Legung im Trenching- oder Fräsverfahren ausgeschlossen. Weist die vorhandene Befestigung erhebliche Substanzschäden auf, ist von Trenching und Fräsen ebenfalls abzusehen; das gilt auch, wenn Erhaltungsmassnahmen in Planung sind.

Siehe Hinweis zur Quelle. Bemerkenswert ist der Verweis des Merkblatts auf die DIN 1998 für die Legezonen - die deutschen Trenching-Regeln hängen also an der Spartenordnung der DIN 1998.

M Trenching, FGSV, Ausgabe 2022, Abschnitte 2 und 3.2 Stimmt etwas nicht?
Offizieller Titel und Stand des FGSV-Merkblatts 30 (Breitengrenze) Verband Das Merkblatt trägt den Titel 'Merkblatt für die Anwendung von Trenching-, Fräs- und Pflugverfahren bei der Legung von Glasfaserkabeln bzw.
Wortlaut und Einschränkung

Leerrohrinfrastrukturen in Verkehrsflächen', Ausgabe 2022. Es ersetzt die 'Hinweise für die Anwendung des Trenchingverfahrens bei der Verlegung von Glasfaserkabeln in Verkehrsflächen in Asphaltbauweise' (H Trenching) von 2014 und deckt schmale Leitungsgräben mit Breiten bis 30 cm ab.

Herausgeberseite der FGSV - dient hier nur zur Absicherung von Titel, Ausgabejahr und Geltungsbereich, ohne Umweg über den Scan.

M Trenching, FGSV, Ausgabe 2022 Stimmt etwas nicht?
Trenching-Klassen nach Schlitzbreite und Schlitztiefe bis 30 / bis 30 / bis 50 / bis 60 Fachartikel Die Trenchingverfahren werden nach Breite und Tiefe des Schlitzes unterschieden: Nano-Trenching 2 bis 8 cm Breite und bis etwa 30 cm Tiefe, Micro-Trenching 8 bis 12 cm und bis etwa 30 cm, Mini-Trenching 12 bis 20 cm und bis etwa 50 cm, Macro-Trenching 20 bis 30 cm und bis etwa 60 cm.
Einschränkung

Kein Normwert. Herausgeber ist ein öffentlich getragenes Breitbandkompetenzzentrum. Die Klassengrenzen sind Branchenkonvention, keine genormte Einteilung; die DIN 18220 verwendet diese Begriffe nicht. Beachte den Widerspruch zur BMVI-Broschüre, die Nano mit bis 2 cm und Micro mit 8 bis 12 cm Breite angibt.

Kein Regelwerk - Handreichung 'Wissenswertes zur mindertiefen Verlegung im Trenchingverfahren nach Paragraf 127 Abs. 7 TKG n.F.', Version 2.1, Breitbandzentrum Niedersachsen-Bremen, 15.02.2022 Stimmt etwas nicht?
Nano-Trench im Asphaltoberbau, Überdeckung der Rohrleitungszone 6 Überdeckung; Schlitz 3 breit / 30 tief Fachartikel Bei einem Nano-Trench-Verfahren liegt die Fuge ausschließlich in der gebundenen Asphaltschicht.
Wortlaut und Einschränkung

Die Überdeckungshöhe der Rohrleitungszone beträgt etwa 6 cm, damit die Deckschicht mehrfach saniert werden kann. Bei einem beschriebenen Curb-Verfahren wird ein Schlitz von 3 cm Breite und 30 cm Tiefe direkt hinter dem Bordstein erstellt.

Verfahrensbeschreibung eines konkreten Anbieterverfahrens, keine allgemeine Regel. Die 6 cm sind der flachste hier belegte Wert aus einer deutschen Quelle.

Kein Regelwerk - Handreichung des Breitbandzentrums Niedersachsen-Bremen, Version 2.1, 15.02.2022 Stimmt etwas nicht?
Trenching-Tiefen und -Breiten in der Bundesbroschüre 10-50 (bis 200 in Böden) Behörde Die Trenchingverfahren werden nach Schlitzbreite unterschieden in Nano bis 2 cm, Micro 8 bis 12 cm, Mini 12 bis 20 cm und Macro 20 bis 30 cm.
Wortlaut und Einschränkung

In der Übersichtstabelle wird die Tiefe je nach Verfahren mit 10 bis 50 cm und die Breite mit 2 bis 30 cm angegeben. Neben asphaltierten Oberflächen können auch andere Böden bei einer Breite bis 60 cm und einer Tiefe bis 200 cm bearbeitet werden.

Stand 2018, vor der DIN 18220. Die Klassengrenzen widersprechen teilweise der Darstellung des Breitbandzentrums Niedersachsen-Bremen.

Broschüre 'Verlegetechniken für den Breitbandausbau', BMVI, Stand Januar 2018 Stimmt etwas nicht?
Mindertiefe offene Grabenbauweise 20-60 mindertief; 125 ohne Verbau Behörde Auch die klassische offene Grabenbauweise kann mindertief ausgeführt werden.
Wortlaut und Einschränkung

Für FTTH-Anschlussnetze kann die Verlegetiefe im Strassenrandbereich sowie in Rad- und Gehwegen im Einzelfall auf 20 bis 60 cm verringert werden. Grabentiefen bis 1,25 m sind in Deutschland ohne Abböschung der Grabenkante oder Grabenverbau zulässig.

Wichtiger Punkt für die Praxis: auch der klassische offene Graben darf mindertief ausgeführt werden - das bestätigt das niedersächsische Wirtschaftsministerium.

Broschüre 'Verlegetechniken für den Breitbandausbau', BMVI, Stand Januar 2018 Stimmt etwas nicht?
Pflugverfahren, technische Grenzen und Überdeckung für Verkehrslasten bis 200 Verlegetiefe; über 90 für SLW 60 Behörde Im Pflugverfahren können Leerrohre mit einem Aussendurchmesser bis 250 mm und in einer Tiefe von maximal 2 m verlegt werden.
Wortlaut und Einschränkung

Weil eine Rohrkanalbettung fehlt, wirken latente äussere Kräfte; erfahrungsgemäss sind Verkehrslasten bis 60 t Gesamtlast bei einer Überdeckungshöhe von über 0,9 m problemlos möglich. Das Verfahren ist nur auf unversiegelten Oberflächen einsetzbar.

Der Wert 0,9 m ist ausdrücklich als Erfahrungswert bezeichnet, nicht als Norm.

Broschüre 'Verlegetechniken für den Breitbandausbau', BMVI, Stand Januar 2018 Stimmt etwas nicht?
Grabenlose Verfahren, Grenzen bei geringer Überdeckung 40 Untergrenze; 20-30 Gefahrenbereich Behörde Beim Horizontal-Spülbohrverfahren treten wegen des geringeren Betriebsdrucks von 3,5 bis 8 bar keine Ausbläser bei geringer Überdeckung ab 0,4 m auf.
Ganzer Wortlaut

Bei Einsatz in geringerer Tiefe als 20 bis 30 cm kann es durch Verdrängung zu Oberflächenhebungen und -verformungen kommen, etwa angehobenen Bordsteinen. Dasselbe gilt für die Pressbohrung mit Erdrakete in Tiefen von etwa 20 bis 30 cm.

Broschüre 'Verlegetechniken für den Breitbandausbau', BMVI, Stand Januar 2018 Stimmt etwas nicht?
Rechtsgrundlage der mindertiefen Verlegung — Behörde Das Telekommunikationsgesetz erlaubt es, Glasfaserleitungen und Leerrohrsysteme flacher als üblich zu verlegen, sofern der Antragsteller etwaige Mehrkosten oder höhere Erhaltungsaufwendungen trägt.
Wortlaut und Einschränkung

Der Strassenbaulastträger ist darüber zu unterrichten; eine gesonderte Zustimmung ist dafür nicht erforderlich. Auf Bundesautobahnen und autobahnähnlich ausgebauten Bundesfernstrassen ist die Regelung nicht anwendbar. Die Zentimeterwerte dafür stehen in den anerkannten Regeln der Technik (DIN 18220).

Zentraler Unterschied zu Österreich: In Deutschland ist die mindertiefe Verlegung für Glasfaser gesetzlich privilegiert. Der Gesetzgeber verweist für die Zahl auf die anerkannten Regeln der Technik - das ist der Grund, weshalb die DIN 18220 so wichtig geworden ist.

Paragraf 127 Absätze 7 und 8 Telekommunikationsgesetz (TKG 2021) Stimmt etwas nicht?
Rechtsfolge der DIN 18220 für das Zustimmungsverfahren — Behörde Ein Landeswirtschaftsministerium legt dar: Die in der DIN 18220 beschriebenen Bautechniken entsprechen den anerkannten Regeln der Technik.
Wortlaut und Einschränkung

Sie gelten deshalb nicht mehr als mindertief im Sinne des Telekommunikationsgesetzes, sondern als regeltief, und müssen nicht mehr gesondert angezeigt werden. Die Anzeigepflicht greift nur noch, wenn die Mindestüberdeckungen der DIN 18220 zusätzlich unterschritten werden - was in der Baupraxis weder verbreitet noch erkennbar erforderlich ist. Mindertiefe Verlegung mit klassischen Bautechniken bleibt zulässig und weiterhin anzeigepflichtig. Grabenlose Bautechniken bleiben im bisherigen Umfang zulässig; sie sind in der DIN 18220 nicht beschrieben, weil sie über DWA-A 125 und DVGW GW 304 bereits geregelt sind.

Der Schlüssel zum Verständnis: Seit dem 28.07.2023 ist flach nicht mehr gleich mindertief. Das Merkblatt hält zudem fest, dass die DIN 18220 bei Widersprüchen Vorrang vor dem FGSV-Merkblatt M Trenching hat.

Merkblatt zu alternativen Verlegetechniken und mindertiefer Verlegung beim Breitbandausbau, Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Bauen und Digitalisierung, Stand Juli 2023 Stimmt etwas nicht?
Veröffentlichungsdatum und Rechtswirkung der DIN 18220 — Regelwerk Die DIN 18220 wurde am 28.07.2023 veröffentlicht.
Wortlaut und Einschränkung

Über Paragraf 126 des Telekommunikationsgesetzes ist sie ab dem Zeitpunkt der Veröffentlichung als anerkannte Regel der Technik von allen Beteiligten einheitlich anzuwenden. Die Norm klärt unter anderem, bei welchen Belastungsklassen die Legung von Glasfasermedien im gebundenen Oberbau zulässig ist, und verdeutlicht die Lage der Leitungstrassen durch Regelquerschnitte.

Hintergrundpapier des Normungsinstituts selbst, frei zugänglich. Bestätigt Datum und Systematik der Norm.

DIN 18220:2023-08 Stimmt etwas nicht?
Praktizierte Legetiefe eines großen Glasfaseranbieters 40 Fachartikel Ein bundesweit tätiger Glasfaseranbieter gibt an, auf dem sogenannten Glasfaserniveau 40 Zentimeter tief in der Erde zu arbeiten.
Wortlaut und Einschränkung

Fräsverfahren schaffen nach dieser Darstellung bis zu 250 Meter pro Tag.

Werbliche Selbstdarstellung, kein Regelwerk. Der Wert gilt pauschal für alle Verfahren und Flächenarten; Beleg ist allein die Selbstdarstellung. Aufgenommen, weil er zeigt, wo die Praxis liegt: deutlich unter den 60 cm Regeltiefe, aber über der genormten Untergrenze.

Kein Regelwerk - Unternehmensdarstellung zur DIN 18220 Stimmt etwas nicht?
Antragsangaben zur Höhenlage im Zustimmungsverfahren — Behörde Ein Musterdatenblatt für den Antrag auf Zustimmung nach Paragraf 127 TKG verlangt je Bauabschnitt die Angabe der Legetiefe in Zentimetern und der Mindestüberdeckung in Zentimetern, die Benennung des betroffenen Strassengrundstücksbestandteils nach DIN 18220 - genannt werden Fahrbahn, Bankett, Mulde, Graben und Gehweg - sowie Abstände der Graben- oder Schlitzkante vom äusseren Rand der befestigten Fahrbahn, von der Strassenachse, von der Entwässerungsrinne und von sonstigen Einbauten. Als Bauweisen sind offener klassischer Tiefbau, Verfahren nach DIN 18220 (Trenchen, Fräsen, Pflügen) sowie Press- und Bohrverfahren vorgesehen.
Einschränkung

Enthält die Felder, in die die Zahlenwerte einzutragen sind, und belegt die amtliche Begriffssystematik: Legetiefe und Mindestüberdeckung sind zwei verschiedene Grössen, und die Flächenarten sind seit 2023 nach DIN 18220 zu benennen.

Vorläufiges Muster für Antragstellung und Zustimmungsbescheid nach Paragraf 127 TKG, Anlage 1 Datenblatt, Straßen-Nachricht Nr. 28 vom 20.06.2024, Bayerischer Landkreistag Stimmt etwas nicht?
Kennzeichnung — Netzbetreiber Lichtwellenleiterkabel werden in Schutzrohren verlegt; ein Trassenwarnband ist bei ihnen nicht vorhanden.
Einschränkung

Praktisch bedeutsam: bei Gas und Wasser kündigt ein Warnband die Leitung an, hier trifft der Spaten sie unangekündigt.

enercity Netz, Merkheft für Baufachleute, Stand Oktober 2019, Abschnitt Verlegetiefe und Querschläge Stimmt etwas nicht?
Regelverlegetiefe Signalanlagen Überdeckung 50 bis 60, Verlegetiefe bis 110 Verband Signalanlagen erhalten eine Überdeckung von 0,5 bis 0,6 Metern; die Verlegetiefe reicht bis etwa 1,1 Meter.
Einschränkung

Aus der Grafik abgelesen. Die Spalte ist mit „Signalanlagen“ überschrieben, nicht mit „Telekommunikation“; die alte DIN 1998 nannte für die P-Zone dieselben 0,5 bis 0,6 m.

DGUV Information 203-017, Ausgabe Februar 2019, Abbildung 3 auf Seite 17 Stimmt etwas nicht?
Verlegetiefe der Telekommunikationslinien 40 bis 100, im Trenchingverfahren ab 7 Netzbetreiber Telekommunikationslinien liegen üblicherweise auf einer Grabensohle von 40 bis 100 Zentimetern Tiefe.
Wortlaut und Einschränkung

Durch neuere Verlegetechniken wie das Trenchingverfahren werden sie aber auch schon ab 7 Zentimetern Tiefe ausgelegt. Abweichende Tiefenlagen sind wegen Kreuzungen oder nachträglicher Strassenumbauten möglich.

Netzbetreiberanweisung, kein Normtext. Die 7 Zentimeter beim Trenching sind der praktisch gefährlichste Wert im ganzen deutschen Leitungsbau - eine Glasfaser kann unmittelbar unter der Deckschicht liegen.

Kabelschutzanweisung der Telekom Deutschland GmbH, Stand 01.05.2026, Ziffer 2 Stimmt etwas nicht?
Arbeiten in der Nähe von Telekommunikationslinien 10 (Eindringtiefe), 50 (Breite beidseitig) Netzbetreiber Spitze oder scharfe Werkzeuge dürfen höchstens bis 10 Zentimeter oberhalb der Telekommunikationslinie in das Erdreich eindringen; darunter sind stumpfe, möglichst waagerecht geführte Geräte zu verwenden.
Wortlaut und Einschränkung

Weil die Lage abweichen kann und breitere Kabelrohrverbände möglich sind, gilt dieselbe Vorsicht in einer Breite bis 50 Zentimeter rechts und links der Linie. Spitze Geräte wie Dorne und Schnurpfähle dürfen oberhalb der Linie nur mit fest angebrachtem Teller oder Querriegel eingetrieben werden.

Für maschinelle Baugeräte verlangt die Anweisung einen Abstand, bei dem eine Beschädigung ausgeschlossen ist. Ist die Lage unbekannt, ist der Verlauf durch vorsichtig herzustellende Querschläge zu ermitteln.

Kabelschutzanweisung der Telekom Deutschland GmbH, Stand 01.05.2026, Ziffer 7 Stimmt etwas nicht?
Wiederverfüllen über freigelegten Kabeln 10 Netzbetreiber In Gräben mit freigelegten Kabeln ist die Erde zunächst nur bis zur Höhe des Kabelauflagers einzufüllen und festzustampfen, wobei das Auflager glatt und steinfrei sein muss.
Wortlaut und Einschränkung

Dann wird eine 10 Zentimeter hohe Schicht loser, steinfreier Erde aufgebracht und zunächst sehr vorsichtig mit hölzernen Flachstampfern verdichtet. Eignet sich der Aushub nicht, ist Sand einzubauen.

Netzbetreiberanweisung, kein Normtext.

Kabelschutzanweisung der Telekom Deutschland GmbH, Stand 01.05.2026, Ziffer 8 Stimmt etwas nicht?
Stimmt etwas nicht?

Stand

Stand dieser Übersicht: 29. August 2026. Wer eine Abweichung bemerkt oder eine Fundstelle kennt, schreibt sie uns über den Melden-Knopf an jeder Zeile.

Stimmt etwas nicht?

Jede Angabe hier stammt von der verlinkten Quelle und wurde dort an einem bestimmten Tag gelesen. Gebühren steigen, Portale ziehen um, Stellen werden zusammengelegt. Wenn Ihnen etwas auffällt, sagen Sie es uns — das ist der schnellste Weg, wie diese Seite richtig bleibt.

Ihre Angaben gehen an die Initiative und werden nur zur Beantwortung verwendet — siehe Datenschutzerklärung.